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Fußball

Und immer wieder Borussia Dortmund

Der Herbstmeister ist nicht zu stoppen. Die Dortmunder feierten gegen Bremen den 14. Sieg im 16. Spiel. Doch auch die Verfolger Leverkusen, Bayern und Hannover gewannen. Im Abstiegskampf schöpft Köln neue Hoffnung.

Weihnachstmann mit Dortmunder Schal. Foto: dapd

Auch der Weihnachtsmann ist Dortmund-Fan

Jubel um Torschütze Sahin. Foto: dapd

Jubel um Torschütze Sahin (3.v.l.)

Wer soll diese Dortmunder Borussia auf dem Weg zum Meistertitel eigentlich noch stoppen? Obwohl die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp über weite Strecken des Heimspiels gegen Werder Bremen eine mäßige Leistung zeigte, gewann sie mit 2:0 (1:0). Nuri Sahin per Freistoß (9. Minute) und Shinji Kagawa (70.) erzielten die Treffer für den BVB. Bremen konnte mit dem Tabellenführer durchaus mithalten und hatte darüber hinaus Pech. Schiedsrichter Florian Meyer versagte Werder nach einem klaren Foul von Torwart Roman Weidenfeller an Claudio Pizarro den eigentlich fälligen Elfmeter. Wenig später fiel der zweite Treffer der Borussia. "Ich hätte den Strafstoß akzeptiert", meinte Dortmunds Trainer Klopp nach dem Abpfiff. "Ich glaube aber nicht, dass wir heute aufgrund der Schiedsrichterleistung gewonnen haben. Das war richtig harte Arbeit." Siegt der BVB auch am Samstag kommender Woche (18.12.2010) bei Eintracht Frankfurt, bricht das Team den Hinrunden-Punkterekord der Bundesliga. Den halten noch die Münchner Bayern, die 2005 mit 44 Punkten überwinterten.

Auswärtsmacht Leverkusen

Leverkusens Spieler Rolfes, Sam und Kadlec bejubeln einen Treffer. Foto: dapd

Sam (2.v.r.) traf für Leverkusen

"Verfolger" Bayer Leverkusen, elf Punkte hinter Dortmund, bleibt auswärts eine Macht. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes gewann beim Hamburger SV nach starker Leistung mit 4:2 (1:0) und ist damit in dieser Saison auf fremden Plätzen weiter ungeschlagen. Kurios: Arturo Vidal traf für beide Teams, erst per Eigentor (47. Minute) für den HSV, dann ins "richtige" Tor (61.) für Leverkusen. "Was meine Mannschaft zur Zeit auszeichnet ist die Tatsache, dass wir in jeder Situation eine Antwort haben und auch nach einem Gegentreffer den Kopf nicht in den Sand stecken", meinte Bayer-Trainer Heynckes. Die Leverkusener schoben sich mit dem neunten Saisonsieg zumindest bis Sonntag (12.12.2010) auf den zweiten Tabellenplatz vor. Der HSV, mit großen Ambitionen in die Saison gestartet, dümpelt im Mittelfeld herum.

Schweinsteiger bleibt bis 2016

Die Verantwortlichen des deutschen Meisters FC Bayern München haben das Unternehmen Titelverteidigung öffentlich ad acta gelegt. Das Saisonziel, einen Champions-League-Platz zu erreichen, steht aber noch. Drei Pflichtpunkte spielten die Bayern mit dem 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen Aufsteiger FC St. Pauli ein. In der 68. Minute sah Thomas Kessler, der Torwart der Hamburger, wegen einer Notbremse die Rote Karte. Philipp Lahm verwandelte den fälligen Foulelfmeter zum 2:0 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Nach dem Abpfiff schnappte sich Nationalspieler Bastian Schweinsteiger das Stadionmikrofon und verkündete den Bayern-Fans, dass er seinen ursprünglich bis 2012 laufenden Vertrag beim deutschen Rekordmeister vorzeitig bis zum Jahr 2016 verlängert hat. Auch Louis van Gaal freute sich darüber. "Es ist ein sehr gutes Signal, dass dieser Weltklassespieler bei Bayern bleibt", sagte der Trainer der Münchner.

Kölns Clemens bejubelt seinen Treffer gegen Frankfurt. Foto: dapd

Clemens (r.) trifft für Köln

In der Tabelle verbesserten sich die Bayern an 1899 Hoffenheim vorbei auf den fünften Platz. Die Hoffenheimer ließen beim 1:1 (0:0) im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg zwei Punkte liegen. Der Ausgleich für die Nürnberger durch Christian Eigler fiel erst in der 87. Minute.

Köln gewinnt ohne verletzten Podolski

Hannover Ya Konan jubelt nach einem seiner beiden Treffer gegen Stuttgart. Foto: dpa

Ya Konan: Zwei Tore, eine Verletzung

Hoffnung schöpfen die Fans des 1. FC Köln. Obwohl sich Nationalspieler Lukas Podolski schon kurz nach dem Abpfiff am Knöchel verletzte und Mitte der ersten Halbzeit vom Platz humpelte, gewannen die Kölner gegen Eintracht Frankfurt mit 1:0 (0:0) und sammelten damit drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Christian Clemens sorgte mit seinem ersten Bundesliga-Tor (56.) für die Entscheidung zugunsten der Hausherren. "Ich muss den Hut vor der Mannschaft ziehen", sagte Kölns Trainer Frank Schaefer, "wenn man weiß, wie groß der Druck war und gesehen hat, dass sie allen Widerständen getrotzt hat."

Der VfL Wolfsburg, der Meister von 2009, blieb zum sechsten Mal in Folge sieglos und muss sich langsam, aber sicher mit dem Gedanken abfinden, gegen den Abstieg zu spielen. Die "Wölfe" kamen bei Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus.

Stuttgart entlässt Keller

Das Freitagsspiel zwischen Hannover 96 und dem VfB Stuttgart hatte Folgen: Didier Ya Konan war beim 2:1 (1:0) für Hannover als zweifacher Torschütze für die Niedersachsen der spielentscheidende Mann, zog sich aber eine Meniskusverletzung zu. Der Torjäger aus der Elfenbeinküste muss operiert werden, die Hinrunde ist damit für ihn vorzeitig beendet. Der VfB Stuttgart wiederum zog einen Schluss-Strich unter das Kapitel Jens Keller. Nach der neuerlichen Niederlage trennten sich die Schwaben von ihrem Trainer, der den Posten erst Mitte Oktober vom glücklosen Schweizer Christian Gross übernommen hatte. Nun soll Bruno Labbadia die Stuttgarter aus dem Tabellenkeller führen. Hannover steht aktuell auf dem dritten Rang hinter Dortmund und Leverkusen - eine der großen Überraschungen der Hinrunde.

Mit dem Rücken zur Wand

Der 16. Spieltag wird am Sonntag mit zwei Partien abgeschlossen. Zunächst empfängt der SC Freiburg Schlusslicht Borussia Mönchengladbach. Die Gladbacher kommen mit der schlechtesten Abwehr der Liga. Nach drei Niederlagen in Serie stehen sie mit dem Rücken zur Wand. Deutlich nach oben zeigt die Formkurve des FC Schalke 04. Nach dem 2:0-Sieg gegen Bayern München am letzten Spieltag und dem 2:1-Erfolg in der Champions League bei Benfica Lissabon wollen die Schalker auch beim FSV Mainz 05 punkten.

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Arnulf Boettcher

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