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Kultur

Unaufhaltsame Feuerwalze

Die Feuerwalze im Süden Australiens ist am Donnerstag (3.1.) mit unvermindertem Tempo auf weitere Ortschaften im Raum Sydney zugerast. Besonders bedrohlich war die Situation in Sussex Inlet, einem beliebten Urlaubsort.

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Viele der rund 7000 Bewohner und Feriengäste in dem Ort, rund 200 Kilometer südlich von Sydney, suchten am Strand Schutz vor den Flammen, zahlreiche wurden später mit Booten in Sicherheit gebracht. Ein Schiff der Marine lag vor der Küste für eine mögliche Massenevakuierung bereit.

Es war für die Region bereits der elfte Tag mit schweren Bränden; immer noch loderten mehr als 100 Feuer. Eine Fläche, die dem Großraum London entspricht, wurde bereits zerstört. Im Norden und Westen Sydneys dehnten sich einige Feuer aus. In der Region Hawkesbury und in den Blue Mountains, einer beliebten Touristenregion, ordneten die Behörden massive Evakuierungen an. Über den Bergen verdunkelten die Rauchwolken lange vor Sonnenuntergang den Himmel.

Kein Regen in Sicht

In Sydney entspannte sich die Situation mit sinkenden Temperaturen und nachlassendem Wind leicht. Der ersehnte Regen war aber nicht in Sicht. Für die kommenden Tage haben die Meteorologen einen erneuten Temperaturanstieg vorausgesagt.

In den vergangenen Tagen waren 21 mutmaßliche Brandstifter festgenommen worden, darunter 14 im Alter zwischen 9 und 14 Jahren. Der Ministerpräsident von New South Wales, Bob Carr, kündigte Gesetze an, nach denen junge Brandstifter mit Opfern ihrer Zündelei konfrontiert und sie zu Aufräumarbeiten sowie Schadenersatz- Zahlungen gezwungen werden sollen. Die Regierung will zur Bekämpfung der Feuerwalze zwei weitere "Elvis"-Spezial-Hubschrauber beschaffen, die bis zu 9000 Liter Wasser abwerfen können und als sehr effizient gelten. Auch Neuseeland sagte Unterstützung zu.

Unabsehbare Folgen für die Gesundheit

Noch kamen keine Menschen ums Leben. Welche Folgen der Qualm und die Flammen aber auf die Gesundheit der Bewohner der Region hat, ist noch nicht abzusehen. Der ständige Rauch macht besonders Menschen, die ohnehin Probleme mit der Sauerstoffversorgung haben, zu schaffen.

Bislang wurden durch die Brände in der Umgebung von Sydney 300.000 Hektar Buschland und 150 Häuser zerstört. Nationalparks wurden verwüstet, Tausende Schafe und andere Tiere verendeten. Die schlimmsten Buschfeuer erlebte Australien am "Aschermittwoch", dem 16. Februar 1983. Damals starben 72 Menschen in den Flammen, die sich über Victoria und große Teile Südaustraliens erstreckten. (afp/dpa)

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