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Aktuell Amerika

Unasur schaltet sich in Venezuela ein

Bei Protesten gegen Mangelwirtschaft und Versorgungsengpässe in Venezuela sind weitere Menschen getötet worden. Angesichts der Krise hat sich jetzt die Union Südamerikanischer Staaten (Unasur) eingeschaltet.

Der Staatenbund Unasur hat angesichts der politischen Krise in Venezuela die Einrichtung einer Kommission beschlossen. Bis Anfang April solle diese nach Caracas reisen, um bei der Wiederherstellung des politischen Dialogs zu helfen, beschlossen die Außenminister der Union Südamerikanischer Staaten bei einem Treffen in Santiago de Chile.

Regierungskritische Proteste

In Venezuela gingen unterdessen die Proteste gegen die linksgerichtete Regierung von Präsident Nicolás Maduro, die katastrophale Versorgungslage und die galoppierende Inflation von zuletzt über 50 Prozent weiter. Dabei gab es erneut mehrere Todesopfer. Ein 20-Jähriger und 42-Jähriger wurden nach Angaben der Opposition in der Großstadt Valencia von Heckenschützen erschossen. Das dritte Opfer ist laut Behörden ein Polizist.

Gegenseitige Vorwürfe

Die Behörden machten Heckenschützen aus dem Protestlager für die Taten verantwortlich. Staatschef Maduro kündigte eine Sitzung des Sicherheitskabinetts an, um über "drastische Maßnahmen" in den Unruheorten beraten.

Die Rektorin der Zentralen Universität in Venezuela, Cecilia Garcia Arocha, übte dagegen scharfe Kritik am brutalen Vorgehen der Polizei gegen die Studentenproteste. "Welche Notwendigkeit gibt es, eine Versammlung mit Tränengas und Schüssen auseinanderzutreiben? Diese Übergriffe sind inakzeptabel", sagte die Chefin der größten Hochschule des Landes.

Begonnen hatten die Proteste Anfang Februar. Zunächst richteten sie sich vorrangig gegen Versorgungsengpässe, später aber auch direkt gegen Präsident Maduro und seinen autoritären Regierungsstil. Seither sind nach offiziellen Angaben mindestens 28 Menschen bei den Protesten ums Leben gekommen. Mehr als 300 wurden demnach verletzt.

det/qu (afp, dpa, epd, kna)

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