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Europa

Unabhängigkeit als legitimes Ziel

DW-Interview: Adelheid Feilcke-Tiemann sprach mit dem niederländischen Diplomaten Daan Everts, dem Leiter der OSZE-Mission im Kosovo, die federführend verantwortlich ist für Vorbereitung und Umsetzung der Wahlen.

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Friedlicher Wahlkampf im Kosovo

"Wir haben sehr vollständige Wähler-Register. Alle (ethnischen) Gemeinschaften sind gut vertreten. Und wir haben eine Menge Parteien, die wiederum alle diese Gemeinschaften vertreten. Und das ist sehr gut. Wir haben gute Wahlgesetze. Und es ist auch gut, dass sich die Parteien in diesem Wahlkampf anscheinend sehr demokratisch verhalten. So bin ich bis heute grundsätzlich ziemlich zufrieden."

Der Leiter der OSZE-Mission zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Wahlverlauf: Die technischen Vorbereitungen stehen und die Parteien haben sich - so Everts - an die Wahlregeln gehalten und ein gutes Maß an gegenseitiger Toleranz gezeigt. Mit der Koalition Povratak (Rückkehr) nimmt erstmals auch ein serbisches Bündnis an den Wahlen teil.

Appell an die Kosovo-Serben

Obwohl sich führende politische Vertreter der Serben im Kosovo gegen eine Wahlbeteiligung ausgesprochen haben, wird aufgrund einer ausdrücklichen Wahlempfehlung Belgrads und internationalen Drucks damit gerechnet, dass die innerhalb und außerhalb registrierten Serben überwiegend ihre Stimme abgeben werden. Auch OSZE-Vertreter Everts appelliert an die Kosovo-Serben:

"Ich hoffe, dass die Vernunft überwiegt und dass die Menschen sehen werde, dass trotz der sehr, sehr schwierigen Situation und ich muss sagen: für die Kosovo-Serben unakzeptablen Bedingungen in einigen Gegenden Kosovos - ich hoffe also, dass sie die Lösung ihrer Probleme in einer Teilnahme (an den Wahlen) sehen. Dass sie an den Wahlen teilnehmen und im späteren Parlament potenziell eine sehr große Rolle spielen werden."

Maximale Transparenz und Überwachung

Viel Unzufriedenheit hatte auf albanischer Seite im Kosovo eine Verlängerung der Registrierungsfrist ausgelöst, die rund 170.000 Serben und andere außerhalb Kosovos lebenden Minderheiten zur Registrierung nutzten. Aus albanischer Sicht ist die Zahl wahlberechtigter Serben nun unrealistisch hoch. Doch Everts weist die Vorwürfe zurück und betont, dass der Registrierungsprozess mit maximaler Transparenz und Überwachung erfolgt sei.

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