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Afrika

UN warnen vor ivorischem Bürgerkrieg

Seit Anfang der Woche liefern sich in der Elfenbeinküste Sicherheitskräfte und Rebellen blutige Auseinandersetzungen. Damit brechen beide Seiten den sechsjährigen Waffenstillstand in dem ehemaligen Bürgerkriegsland.

Flüchtlinge (Bild: AP)

Immer mehr Ivorer gehen vor den Kämfen auf die Flucht

Am Freitag (25.02.2011) kam es am dritten Tag in Folge in Abidjan zu langen Schusswechseln. Anwohner des Stadtteils Abobo berichteten von Schüssen mit schweren Waffen. In Abobo leben überwiegend Anhänger des international als Sieger der Präsidentschaftswahl anerkannten Alassane Ouattara.

Angriff auf einen Militärkonvoi in Abobo (Bild: AP)

Angriff auf einen Militärkonvoi in Abobo

Seit Dienstag kämpfen in Abobo Mitglieder einer unbekannten Gruppe von Bewaffneten gegen die Sicherheitskräfte von Altpräsident Laurent Gbagbo. Laurent Gbagbo weigert sich seit der Wahl vom November, das Präsidentenamt aus der Hand zu geben. Seitdem kommt es in dem Konflikt um die Macht im Land immer wieder zu Gewaltausbrüchen zwischen Anhängern beider Lager. Die aktuellen Kämpfe hätten allerdings eine neue Dimension, sagte der Sprecher der UN-Mission Hamadoun Toure: "Das ist ein Bruch des Waffenstillstandes, der die letzten sechs Jahre gehalten hat." Vorher sei die Polizei mit Demonstranten zusammengestoßen. "Jetzt beginnen Kämpfe zwischen zwei bewaffneten Gruppen. Das ändert alles." Seit Beginn des Machtkampfes wurden nach Angaben der UN-Friedensmission ONUCI schon mehr als 300 Menschen getötet.

"Beunruhigende Kämpfe"

Ivorische Soldaten (Bild: AP)

Gbagbo treu ergeben: ivorische Soldaten

Sowohl UN-Truppen als auch Truppen von Altpräsident Laurent Gbagbo haben am Donnerstag im Westen des Landes von Kämpfen zwischen Rebellen aus dem Norden und der Armee berichtet. Die Armee steht nach wie vor unter dem Kommando von Laurent Gbagbo. Die Rebellen unterstützen seinen Herausforder Alassane Ouattara.

Der Sprecher der UN-Friedensmission sprach von "sehr beunruhigenden" Kämpfen in der Provinz der 18 Berge, nahe der liberianischen Grenze. Die gewalttätigen Auseinandersetzungen seien eine Bedrohung für die gesamte Region. "Die UN gehen davon aus, dass mit den Kämpfen der bewaffnete Konflikt wieder ausbrechen könnte. Das hätte schwerwiegende Konsequenzen für die Bevölkerung der Elfenbeinküste und für die gesamte Region", sagte Hamadoun Touré. Bereits 2002 war in der Elfenbeinküste ein Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden des Landes ausgebrochen.

Autorin: Christine Harjes (rtr, afp, ap, dpa)
Redaktion: Stephanie Gebert

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