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Südsudan

UN: Waisenhaus im Südsudan von Außenwelt abgeschnitten

Im Südsudan ist den UN zufolge ein Waisenhaus mit rund 250 Kindern zwischen die Fronten geraten. Im Nordosten des Landes wurden derweil drei UNICEF-Mitarbeiter von einer bewaffneten Gruppe festgesetzt.

Friedenstruppen der UNMISS in Juba (Archivbild) (Getty Images/A.G.Farran)

Friedenstruppen der UNMISS in Juba (Archivbild)

Regierungstruppen und Oppositionskräfte haben sich auf beiden Seiten eines Waisenhauses außerhalb des Ortes Torit rund 120 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Juba in Stellung gebracht. Dies erklärte der Leiter der UN-Mission im Südsudan, David Shearer. Keiner dürfe das Waisenhaus betreten oder verlassen, auch den UN sei der Zugang verweigert worden. Es sei inakzeptabel, dass sich die Kinder und die Mitarbeiter in "einem Niemandsland zwischen zwei Kriegsparteien vorfinden", sagte er bei einer Pressekonferenz in Juba.

USA David Shearer (picture alliance/ZUMAPRESS/A. Lohr-Jones)

UNMISS-Chef David Shearer

Derweil sind dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF zufolge drei im Auftrag der Organisation eingesetzte Mitarbeiter im Nordosten des Landes von einer militärischen Gruppe festgesetzt worden. Genaue Angaben zu den Verantwortlichen machte UNICEF-Sprecher Tim Irwin nicht. Demnach verhandelt die Organisation derzeit über die Freilassung der seit vergangenem Donnerstag in Pagak festgehaltenen Mitarbeiter. Ein Sprecher der Opposition wies die Vorwürfe zurück. Das südsudanesische Militär konnte zunächst nicht erreicht werden.

Der Südsudan war erst 2011 mit Unterstützung der USA vom Sudan unabhängig geworden. Ende 2013 brach im Südsudan in Folge eines Machtkampfes zwischen Präsident Salva Kiir und dessen damaligem Stellvertreter Riek Machar ein Bürgerkrieg aus. Seither fielen Zehntausende Menschen dem Konflikt zum Opfer. Knapp 3,9 Millionen Menschen flohen bislang nach UN-Angaben vor der Gewalt.

stu/pab (dpa, unmiss.unmissions.org)

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