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Aktuell Afrika

UN verlängern Mission im Südsudan

Die Verlängerung der UN-Friedensmission soll die blutigen Kämpfe im krisengeschüttelten Südsudan eindämmen - zumindest für weitere zwei Wochen. Das Mandat für die UN-Mission wäre am Sonntag ausgelaufen.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nation (UN) hat die Blauhelm-Mission im Südsudan um zunächst zwei Wochen verlängert. Bis zum 12. August soll nun die Zeit genutzt werden, um die Mission aufzustocken und ihr Mandat zu stärken. Die UNMISS wäre sonst am Sonntag abgelaufen. Das ostafrikanische Staatenbündnis IGAD hatte vorgeschlagen, die 13.500 Blauhelm-Soldaten zum Schutz der Zivilbevölkerung durch eine Eingreiftruppe zu ergänzen.

Auch deutsche Soldaten beteiligt

Die UN-Botschafterin der USA, Samantha Power, forderte den Sicherheitsrat auf, dem Vorschlag zuzustimmen. Das Ziel der regionalen Friedenstruppe sei, wieder für ein "sicheres Umfeld" in der südsudanesischen Hauptstadt Juba zu sorgen. In ihrer jetzigen Form habe sich die UN-Truppe als "unfähig und in manchen Fällen auch unwillig" erwiesen, die Gewalt zu verhindern. Im Rahmen von UNMISS sind auch einige Soldaten der Bundeswehr im Südsudan stationiert.

Präsident Kiir setzt Rivalen Machar ab

Der Südsudan war Anfang Juli wieder von heftigen Kämpfen zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir und seinem Stellvertreter Riek Machar erschüttert worden. Fast 300 Menschen wurden getötet. Die Gefechte ließen ein Wiederaufflammen des Bürgerkriegs befürchten, der das Land seit Dezember 2013 zerrissen hatte. Der einstige Vizepräsident Machar hatte sich Ende 2013 mit seinem langjährigen Rivalen Kiir überworfen und an die Spitze einer Rebellenbewegung gestellt. Nach einem blutigen Bürgerkrieg einigten sich die beiden Konfliktparteien unter internationalem Druck schließlich auf die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit.

Machar übernahm erneut das Amt des Vizepräsidenten, doch gab es bereits kurz nach seiner Rückkehr in die Hauptstadt blutige Kämpfe. Nach den mehrtägigen Gefechten Anfang Juli floh Machar erneut aus der Stadt. Nach UN-Angaben verließen inzwischen auch mehr als 830.000 Menschen den Südsudan und suchten in die Nachbarländer Äthiopien, Sudan und Uganda Schutz.

pab/cr (AFP, dpa)