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Aktuell Nahost

UN-Truppen bleiben auf den Golanhöhen

Trotz des angekündigten Abzugs von Soldaten aus Österreich will der UN-Sicherheitsrat an der Friedensmission auf den Golanhöhen festhalten. Sie soll sogar verstärkt werden. Viele Einzelheiten sind aber noch unklar.

Der UN-Sicherheitsrat will die Mission auf den Golanhöhen zwischen Syrien und Israel in jedem Fall fortsetzen. Alle 15 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums hätten übereingestimmt, dass die "Undof" genannte Mission fortgeführt und sogar verstärkt werden müsse, sagte der britische UN-Botschafter und derzeitige Ratsvorsitzende Mark Lyall Grant in New York. Zuvor hatte der für Friedensmissionen zuständige UN-Untergeneralsekretär Hervé Ladsous den Sicherheitsrat über die aktuelle Lage der "Undof"-Mission informiert.

In Kürze würden rund 170 Soldaten aus dem Pazifikstaat Fidschi auf dem Golan eintreffen, um die bereits im März abgezogenen kroatischen Blauhelmsoldaten zu ersetzen, sagte UN-Botschafter Grant. Fidschi habe zudem angeboten, noch mehr Truppen zu entsenden. Auch mit weiteren Ländern sei UN-Untergeneralsekretär Ladsous im Gespräch über die Entsendung oder Aufstockung von Truppen. Er habe sich optimistisch gezeigt, aber keine Details nennen wollen, berichtete Grant.

Aufstockung auf 1250 Mann?

In den kommenden Wochen würden die USA und Russland einen Resolutionsentwurf für die Ende Juni turnusmäßig anstehende Verlängerung des "Undof"-Mandats um sechs Monate vorlegen. Das neue Mandat werde sich aller Voraussicht nach nicht wesentlich von dem jetzigen unterscheiden, hieß es in New York. Trotzdem könne die Mission auf Basis dieses Mandats verstärkt werden, beispielsweise durch die Aufstockung auf - bereits bewilligte - 1250 Mann.

Die "Undof"-Beobachter sind seit 1974 auf den Golanhöhen zwischen Israel und Syrien stationiert, um den Waffenstillstand zwischen beiden Ländern zu überwachen. Die Blauhelme wurden mehrfach in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen, immer wieder wurden Beobachter entführt.

ml/haz (dpa, ap)