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Aktuell Nahost

UN suchen mit Annan Kompromiss für Syrien

Mit Spannung erwartet wird der Bericht des UN-Sondergesandten Kofi Annan heute vor dem Weltsicherheitsrat. Annan soll eine Einschätzung der Situation in dem Land nach seinen erfolglosen Gesprächen in Damaskus geben.

Kofi Annan (Foto: AP)

Kofi Annan

Diplomaten zufolge ist die Beurteilung des früheren UN-Generalsekretärs entscheidend für einen erneuten Anlauf der USA und ihrer Verbündeten, Russland und China auf ihre Seite zu ziehen und das Vorgehen der Regierung in Damaskus zu verurteilen. Nach Gesprächen mit der syrischen Führung, die seit einem Jahr mit Waffengewalt gegen Oppositionelle vorgeht, soll der Sondergesandte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga aus Genf per Videokonferenz erläutern, wie die Krise aus seiner Sicht gelöst werden könnte.

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Ein Jahr Aufstand in Syrien

Annan hat bereits Vorschläge unterbreitet, darunter ein sofortiges Ende der Kämpfe, den Beginn eines Dialogs und einen Zugang für Helfer. Doch ist in Syrien ein Jahr nach Beginn des Aufstandes gegen Staatschef Baschar al-Assad ein Ende der Gewalt nicht in Sicht.

Abzug der Botschafter

Aus Protest gegen die Gewalt gegen Regierungsgegner und die Bevölkerung in Syrien haben die sechs arabischen Golfmonarchien die Schließung ihrer Botschaften in Damaskus beschlossen. In einer in Riad verbreiteten Erklärung des Golf-Kooperationsrates begründete dessen Generalsekretär Abdellatif al-Sajani die Maßnahme mit dem brutalen Vorgehen der syrischen Führung gegen die Bevölkerung. Das syrische Regime massakriere sein Volk, wähle die militärische Option und weise alle auf eine Lösung der Krise gerichteten Initiativen zurück, hieß es in der Erklärung.

Al-Sajani forderte die internationale Gemeinschaft zudem auf, unverzüglich und entschlossen zu handeln, um dem Töten und den Massakern ein Ende zu setzen. Aus Syrien selbst werden derweil neue Gewalttaten aus dem Norden des Landes gemeldet.

ml/qu (rtr, afp, dpa)

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