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Aktuell Afrika

UN-Soldaten in Mali getötet

Im Norden Malis sind bei einem Angriff auf einen UN-Konvoi mindestens neun Blauhelm-Soldaten umgebracht worden. Steckt al-Kaida hinter dem Anschlag?

Die getöteten Soldaten stammen aus dem benachbarten Niger. Sie waren nahe der Ortschaft Ménaka im Nordosten des Landes im Rahmen der UN-Stabilisierungsmission für Mali (Minusma) unterwegs. Ein nigrischer Minusma-Offizier sagte der Nachrichteagentur AFP, dass die Blauhelm-Soldaten in einen Hinterhalt gelockt und dann angegriffen worden sein. Zu den möglichen Tätern äußerte er sich nicht.

Die UN-Mission habe Militärflugzeuge in das Gebiet geschickt, um den Angriff zurückzuschlagen, erklärte der stellvertretende Chef der UN-Mission Arnauld Akojenou. "Dieses Verbrechen darf nicht ungestraft bleiben", forderte er.

Islamisten noch nicht besiegt

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Überfall auf die Patrouille. Die Minusma-Führung hatte aber zuvor mehrfach gewarnt, dass sich eine mutmaßliche Zelle der Terrorgruppe al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) in Mali aufhält.

Im Norden des Landes kommt es immer wieder zu Anschlägen durch islamische Extremisten. Erst Anfang September waren bei der Explosion einer Landmine vier UN-Soldaten getötet und 15 weitere verletzt worden. Mitte August kamen zwei Blauhelmsoldaten und ein Attentäter bei einem Selbstmordanschlag ums Leben.

Frankreich kämpft gegen Islamisten

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Nach einem Militärputsch im März 2012 hatten Islamisten das Machtvakuum genutzt, um den Norden des Landes unter ihre Kontrolle zu bringen. Frankreich griff mit Unterstützung afrikanischer Staaten militärisch ein und eroberte große Teile des Nordens der Ex-Kolonie zurück. Seitdem sorgen die malischen Behörden zusammen mit UN-Truppen für Sicherheit.

Erst vor einigen Wochen hat Frankreich mit afrikanischer Unterstützung einen neuen Einsatz in der Region begonnen, mit dem aktive Dschihadisten in der Sahelzone bekämpfen werden sollen, die aus Mali vertrieben worden waren.

chr/wl (dpa, afp)