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Afrika

UN-Soldaten im Kongo getötet

Immer wieder sterben UN-Soldaten im Kongo bei Rebellen-Angriffen. Seit 1999 wurden mehr als 100 Soldaten getötet. Am Mittwoch kamen bei einem Angriff auf einen Stützpunkt der Friedenstruppe drei Soldaten ums Leben.

Indische UN-Soldaten (Bild: AP)

Gefährlicher Einsatz im Kongo: indische Blauhelme

Rebellen sollen am Mittwoch (18.08.2010) drei indische UN-Friedenssoldaten mit Macheten zu Tode gehackt haben. Der Überfall ereignete sich gegen 2 Uhr morgens im Ost-Kongolesischen Kirumba. Indische Militärangehörige beschuldigen die Mai-Mai-Rebellen. Ein Sicherheitsposten der Militärbasis sei von fünf Zivilisten abgelenkt worden, teilte die indische Armee mit. "Unterdessen haben 50 bis 60 Rebellen - vermutlich Mai-Mai-Rebellen - die Umzäunung der Basis angegriffen. Sie kamen aus dem Dschungel rundherum", hieß es weiter. Der Angriff soll nur fünf Minuten gedauert haben. Die Rebellen verschwanden anschließend wieder im Wald. Nach Angaben des Armeekommandeurs starben drei Inder, sieben seien verletzt worden. Der Gemeindevorsteher von Kirumba, Egide Karafifi sprach allerdings nur von fünf verletzten Soldaten.

Umstrittener Einsatz

UN-Soldaten sichern Einsatz des UN-Ernährungsprogramms (Bild: AP)

UN-Soldaten sichern Einsatz des UN-Ernährungsprogramms

Der Kommandant der Einheit, General Vainqueur Mayala, sagte, das Motiv des Angriffs sei völlig unklar. Die Täter benutzten keine Schusswaffen, sondern Taschenmesser und Macheten. Alle Opfer dienten in der MONUSCO, der UN-Organisation für Stabilisierung in der Demokratischen Republik Kongo.

Im Kongo sind fast 4000 indische Soldaten im Einsatz. Insgesamt besteht die UN-Friedenstruppe aus 16.000 Soldaten. Immer wieder kommt es zu Rebellen-Angriffen, die den UN-Einsatz zunehmend in Frage stellen. Die kongolesische Regierung möchte, dass die Friedenstruppen bis September 2011 das Land verlassen.

Autorin: Christine Harjes (afp, ap)

Redaktion: Katrin Ogunsade

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