1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nordkoreas Raketentests

UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest

In einer Erklärung mahnte das UN-Gremium die Führung in Pjöngjang, keine Raketen- und Atomtests mehr durchzuführen. Andernfalls drohten zusätzliche Sanktionen gegen das international weitgehend isolierte Land.

Dem Statement des Weltsicherheitsrats zufolge dienen die Raketentests in Nordkorea der Entwicklung von Nuklearwaffen und sorgen für verschärfte Spannungen. Frankreichs UN-Botschafter François Delattre sagte, der Sicherheitsrat müsse angesichts des Tests eine "starke, prompte und entschiedene Reaktion" zeigen.

Das Gremium will sich an diesem Dienstag zu Beratungen wegen des Raketenstarts treffen. Es wird erwartet, dass auch härtere Sanktionen gegen Nordkorea diskutiert werden. Nordkorea hatte mitgeteilt, man habe am Sonntag erfolgreich einen neuen Raketentyp getestet, der auch "große und schwere Atomsprengköpfe" befördern könne. Zugleich hatte der kommunistische Staat die USA vor der Reichweite seiner Waffen gewarnt.

Herausforderung für Südkorea

Die Hwasong-12 flog 787 Kilometer weit, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Militär. Die Mittelstreckenrakete habe eine Höhe von mehr als 2100 Kilometern erreicht und stürzte danach ins Japanische Meer. Der Raketentest wurde im Ausland als erneuter Verstoß gegen UN-Resolutionen verurteilt, die der kommunistischen Führung Tests unter Verwendung ballistischer Raketentechnik untersagen.

Der Raketenversuch wurde nicht nur als Machtdemonstration gegenüber den USA, sondern auch als direkte Herausforderung der neuen Regierung in Südkorea gewertet. Die Lage in der Region ist nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests Nordkoreas seit dem vergangenen Jahr sehr angespannt. US-Präsident Trump drohte mehrfach mit Alleingängen im Atomstreit mit Nordkorea. Auch schloss er einen Militärschlag nicht aus.

myk/cw (dpa, rtrd)