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Aktuell Welt

UN schicken weitere Soldaten nach Mali

Die UN rüsten in Mali auf: Mehr Blauhelm-Soldaten und Polizisten sollen in den krisengeschütteltem Land für mehr Sicherheit sorgen. Dafür beschloss der Sicherheitsrat ein robusteres Mandat.

Nach einer Reihe tödlicher Attacken auf Blauhelmsoldaten in Mali statten die Vereinten Nationen (UN) ihre Mission für Mali (kurz: MINUSMA) personell und materiell deutlich besser aus. Der UN-Sicherheitsrat beschloss in New York einevon Frankreich eingebrachteResolutionsentwurf. Diese sieht 2500 zusätzliche Sicherheitskräfte für die Mission vor - 2000 Soldaten und fast 500 Polizisten. Die Zahl der internationalen Sicherheitskräfte in dem westafrikanischen Land soll damit auf etwa 15.200 steigen - 13.300 Blauhelm-Soldaten und 1920 Polizisten.

Weltweit gefährlichste Mission

MINUSMA gilt als die gefährlichste UN-Mission weltweit. Sie bekomme nun "ein robusteres Mandat" mit zusätzlichen Truppen, darunter "hoch spezialisierte europäische Kontingente", sagte der französische UN-Botschafter François Delattre. Die Resolution erlaubt es den Blauhelmsoldaten in Mali, alle notwendigen Mittel zur Ausübung ihres Mandats zu ergreifen. Dazu zählten "direkte Einsätze" gegen Dschihadisten, allerdings nur "im Fall schwerer und glaubwürdiger Bedrohung". Außerdem soll die Mission modernere Ausrüstung erhalten.

Bundestag stimmt Entsendung von 650 Bundeswehr-Soldaten zu

Die Bundeswehr ist seit drei Jahren in Mali im Einsatz. Seit Februar dieses Jahres sind auch etwa 300 Soldaten der Bundeswehr dort stationiert. Sie bilden im Rahmen der EU-Trainingsmission EUTM Mali einheimische Soldaten aus. Als Teil der MINUSMA-Unterstützungsmission übernimmt sie vor allem Aufklärungsaufgaben. Die Mandatsobergrenze wurde vom Bundestag auf 650 Bundeswehr-Soldaten angehoben.

Mali war nach einem Armeeputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken islamistischer Milizen in den Süden des Landes, wo auch die Hauptstadt Bamako liegt, zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Später übergaben die Franzosen die Verantwortung an die UN-Truppe MINUSMA. Sie wurde immer wieder ein Ziel von Angriffen islamistischer Aufständischer.

pab/kle (afp, dpa, rtrd)