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Kultur

UN-Saal in Genf wird ungestaltet

Der Maler und Bildhauer Miquel Barcelo, einer der bedeutendsten spanischen Künstler der Gegenwart, gestaltet einen Saal der Vereinten Nationen in Genf neu. Das Vorhaben wird von der neugegründeten Stiftung ONUART finanziert, der neben dem Madrider Außenministerium mehrere spanische Großkonzerne angehören.

Das Werk des Mallorquiners Barcelo werde der größte künstlerische Beitrag sein, den die Vereinten Nationen in ihrer Geschichte erhielten, teilte der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos in Madrid mit. Barcelo empfindet mit Hilfe einer Tropftechnik an der Kuppel des Saal XX des Genfer Palasts der Nationen eine schäumende Meeresoberfläche nach. Die Optik des 1500 Quadratmeter großen Werkes wird sich nach Lichteinfall ändern.

Die Fertigstellung wird für Januar 2008 erwartet. Barcelo hatte sich schon vor Jahren mit seinen kraftvollen, großformatigen Werken einen Namen gemacht. 2003 wurde er mit dem angesehenen Prinz-von-Asturien-Preis ausgezeichnet. Anfang 2007 vollendete der 50-Jährige die Umgestaltung der Sankt-Peter-Kapelle in der Kathedrale von Palma de Mallorca. Seine Werke sind auch von afrikanischer Kunst beeinflusst.