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Welt

UN loben afrikanische Friedensmission

Der UN-Sicherheitsrat hat die Friedensmission der Afrikanischen Union in Somalia gewürdigt. Die Truppe habe wichtige Erfolge erzielt. Die Hungersnot wütet weiter.

Kenianische Soldaten stoßen in Somalia vor (Foto: dapd)

Kenianische Soldaten stoßen in Somalia vor

"Die Friedensmission in Somalia ist ein exzellentes Beispiel einer afrikanischen Antwort auf eine afrikanische Krise", sagte der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig in New York bei einer Sitzung des Sicherheitsrates zur Lage in dem ostafrikanischen Land.

Islamisten sind geschwächt

Der Truppe der Afrikanischen Union in Somalia - AMISOM - ist es im vergangenen Jahr gelungen, die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz zu schwächen und aus der Hauptstadt Mogadischu zu vertreiben. Bisher besteht die Truppe hauptsächlich aus Soldaten aus Burundi, Uganda und Dschibuti. Jetzt ist geplant, Soldaten aus Kenia, die bereits im Nachbarland operieren, der AMISOM zu unterstellen. Verbände Kenias waren Ende 2011 in Somalia einmarschiert, nachdem Kämpfer der Al-Schabaab im Grenzgebiet zahlreiche Überfälle verübt hatten. Der Miliz werden Verbindungrn zum Terrornetzwerk Al Kaida nachgesagt.

Um die kenianischen Soldaten einzugliedern, soll die Obergrenze der AMISOM-Truppe von derzeit 12.000 auf mehr als 17.000 erhöht werden. Deutschland befürworte dies, sagte UN-Botschafter Wittig. Der UN-Sicherheitsrat sprach sich für eine weitere "politische, strategische und finanzielle" Unterstützung der Truppe aus. AMISOM ist seit 2007 im Einsatz, um die Übergangsregierung in Mogadischu zu unterstützen und Rebellengruppen zu bekämpfen.

Hauptziel Befriedung des Landes

Der Weltsicherheitsrat rief die Übergangsregierung auf, das als Roadmap bezeichnete Programm für die Befriedung Somalias bis zum August abzuschließen. Der im September 2011 von der Regierung und weiteren politischen Führern aus Soamlia vereinbarte "Fahrplan" sieht die Bildung einer stabileren Regierung, die Aussöhnung der Konfliktparteien, Sicherheit im Land und Vorbereitung von Wahlen vor.

Gleichzeitig betonte der Rat, die humanitäre Lage im immer noch krisengeschüttelten Bürgerkriegsland am Horn von Afrika sei weiterhin Besorgnis erregend. Somalia ist am stärksten von einer Hungersnot getroffen, die sich im vergangenen Juli am Horn von Afrika zur Katastrophe ausweitete. Nach UN-Angaben vom Jahresanfang sind derzeit 250.000 Somalier unmittelbar vom Hungertod bedroht. Insgesamt drei Millionen Menschen befinden sich in einer sehr kritischen Situation.

wl/se (dpa,rtre,epd)

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