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Amerika

UN-Konferenz als Bühne für Antisemiten

Die USA gehörten zu den ersten Staaten, die ihre Teilnahme an der Anti-Rassismus-Konferenz der Vereinten Nationen absagten. Der Grund: sie fürchten, dass Antisemiten die Konferenz zu ihrer Bühne machen könnten.

Palästinenserin bei einer Demonstration in Genf am 18. April 2009

Demonstrationen gegen Israel begleiten die Anti-Rassismus- Konferenz in Genf: Die USA haben ihre Teilnahme frühzeitig abgesagt Foto: AP

Das erste Treffen im südafrikanischen Durban war mit Antisemitismus-Vorwürfen zu Ende gegangen. Nun steht auch die Schweizer Anti-Rassismus-Konferenz unter einem schlechten Stern: Eine Reihe wichtiger UN-Mitgliedsstaaten sagte die Teilnahme ab.

Die USA waren gemeinsam mit Israel einer der ersten Staaten, die ihre Teilnahme an der Konferenz in Genf absagten. US-Präsident Barack Obama verteidigte seine Entscheidung am Wochenende. Die Organisatoren der Veranstaltung hätten darauf bestanden, „heuchlerische“ Rassismus-Vorwürfe gegen Israel zu präsentieren, sagte Obama auf der Abschlusspressekonferenz beim Gipfeltreffen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) am Sonntag (19.04.2009) in Port of Spain. Er unterstütze die Vereinten Nationen und wolle sie stärken, so sehr er nur könne, betonte Obama. Aber die Veranstalter hätten auf nicht akzeptablen Formulierungen bestanden. Zu den Rednern auf der Konferenz gehört Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad, der wiederholt den Holocaust bezweifelt und gesagt hatte, Israel müsse aus den Annalen der Geschichte getilgt werden.

UN-Generalsekretär Ban: „Tief enttäuscht“

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich "tief enttäuscht" von der Nicht-Teilnahme einiger Staaten. "Wir bleiben schwach und geteilt", klagte Ban am Montag (20.04.2009). Auch die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay zeigte sich "schockiert" die US-Absage an der Anti-Rassismus-Konferenz. Ihrer Ansicht nach hätten die Bedenken der USA und anderer nicht teilnehmender westlicher Staaten leicht aus der Welt geschafft werden können, erklärte Pillay. Außer den USA hatten auch die Niederlande und Australien kurz vor der Konferenz ihre Teilnahme abgesagt. Auch Israel, Kanada und Deutschland werden nicht dabei sein.

Autorin: Stepahnie Gebert

Redaktion: Mirjam Gehrke