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Syrien

UN-Hilfskonvoi erreicht umkämpfte Stadt in Syrien

Monatelang konnte keine Hilfslieferung bis in die syrische Stadt Rastan vordringen, um den Menschen dringend benötigte Lebensmittel, und Medikamente zu bringen. Jetzt erreichte ein Konvoi die knapp 110.000 Menschen.

Der gemeinsame Konvoi von UN-Organisationen, Rotem Kreuz und syrischem Roten Halbmond konnte nach dem Einverständnis der Konfliktparteien die Frontlinie überqueren, wie UN-Sprecher Stéphane Dujarric in New York mitteilte. Die knapp 110.000 Menschen in Rastan und den umliegenden Dörfern in der Region Homs hätten zum letzten Mal Ende Juli humanitäre Güter erhalten, hieß es. Die nun eingetroffene Hilfslieferung sei erst die vierte seit Jahresbeginn. Bislang sei aber erst ein kleiner Teil der Bedürftigen erreicht worden.

Syrien Hilfskonvoi in Rastan eingetroffen (Getty Images/AFP/M. Taha)

Die Hilfspakete des Roten Kreuzes werden entladen

Hilfslieferungen würden gezielt verhindert

Den Hilfslieferungen waren komplexe Verhandlungen über die Gewährleistung der Sicherheit des Hilfspersonals vorausgegangen. Die Lieferungen waren angekündigt worden, nachdem UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien dem Sicherheitsrat mitgeteilt hatte, dass sich die humanitäre Krise in Syrien zunehmend verschärfe. Drei Hilfskonvois, die Anfang der Woche versucht hatten, in umkämpfte Gebiete vorzudringen, wurden an den Kontrollpunkten zum Umkehren gezwungen. Syrische Soldaten oder regierungstreue Kräfte verweigerten an Straßensperren bereits mehrmals Hilfskonvois die Durchfahrt, so O'Brien. Eine vierte Lieferung die für Homs geplant war, wurde wegen des anhaltenden Beschusses in der Gegend abgebrochen, die von Rebellen kontrolliert wird.

13,5 Millionen Menschen sollen Hilfe bekommen

Im Bürgerkriegsland Syrien leben sechs Millionen Menschen in schwer zugänglichen Gebieten. Eine Million davon befinden sich in gänzlich belagerten Städten und Dörfern. Die Vereinten Nationen forderten die Konfliktparteien auf, Hilfslieferungen zu allen bedürftigen Menschen in Syrien zu erlauben. Eine großangelegte humanitäre Aktion solle rund 13,5 Millionen Menschen Hilfsmittel bringen, hieß es.

mar/kle (epd/afp)

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