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Aktuell Afrika

UN-Generalsekretär mahnt zur Ruhe in Simbabwe

"Das Wichtigste ist, dass der Wille der Menschen respektiert wird", sagt UN-Generalsekretär Ban angesichts des Streits um das Wahlergebnis in Simbabwe. Die rivalisierenden Lager sollten Ruhe bewahren.

Präsident Robert Mugabe und sein Herausforderer, Regierungschef Morgan Tsvangirai, müssten "deutliche Botschaften mit Aufrufen zur Ruhe" an ihre Anhänger senden, teilte ein Sprecher von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York mit. Die Differenzen über die Stimmauszählung bei der Wahl in dem afrikanischen Land müssten "auf transparente und gerechte Weise" geklärt werden. Ban sprach sich für eine Untersuchung aller Berichte über Unregelmäßigkeiten aus. Er habe die Wahlen genauestens verfolgt und sei froh, dass sie weitgehend friedlich abgelaufen seien. Alle Beteiligten in dem Land im Süden Afrikas müssten nun sicherstellen, dass es auch während der Stimmenauszählung friedlich bleibe.

Eine "Super-Mehrheit"?

Bei den von Fälschungsvorwürfen überschatteten Urnengang zeichnete sich nach Angaben des Mugabe-Lagers einen klarer Sieg des amtierenden Präsidenten ab. Nach Auszählung von mindestens 186 von 210 Wahlbezirken lag die Mugabe-Partei ZANU-PF demnach bereits bei 137 Parlamentssitzen. Aus dem Politbüro der Partei verlautete sogar, dass die Marke von 140 Sitzen bereits überschritten und damit die Zweidrittel-Mehrheit erreicht sei. Ein Parteivertreter sprach von einer "Super-Mehrheit".

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Simbabwe nach den Wahlen

Die Partei von Regierungschef Tsvangirai erkennt das Ergebnis der Wahlen dagegen nicht an, wie ein Sprecher der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) nach einem Treffen von 13 Parteiführern sagte. Bereits zuvor hatte Tsvangirai den Urnengang als "gewaltige Farce" und "null und nichtig" bezeichnet. Die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft SADC hatte alle Parteien dazu aufgerufen, die Ergebnisse der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zu respektieren und zu akzeptieren, um Unruhen zu vermeiden. Die Organisation beschrieb die Wahlen als "frei und friedlich", ging jedoch nicht so weit, sie als fair zu bezeichnen. Die offiziellen Ergebnisse werden am Montag erwartet.

ml/kle (dpa, afp)

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