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Politik

UN evakuiert Flüchtlingslager im Ostkongo

Wegen anhaltender Kämpfe siedelt die UN 60.000 Flüchtlinge nahe der Stadt Kibati um. Erstmals wurde auch ein umfangreicher Hilfstransport eingeleitet.

Kongolesische Flüchtlinge überqueren eine Straße (Quelle: AP)

Von einem Lager ins nächste: Kongolesen auf der Flucht.

Zwei Lager nahe der Stadt Kibati müssten geräumt werden, weil die Sicherheit der Flüchtlinge nicht mehr gewährleistet werden könne. Das teilte Ron Redmond, Sprecher des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) am Freitag (14.11.2008) in Genf mit. Die Flüchtlinge drohten zwischen die Fronten der Konfliktparteien zu geraten. Die Camps befinden sich nahe der Frontlinie der Rebellentruppen. Bei erneut ausbrechenden Kämpfen wären die Lager-Bewohner in großer Gefahr, sagte Redmond. Das UNHCR fürchtet außerdem eine Militarisierung der Lager, die sich in einem von Regierungstruppen kontrollierten Gebiet befinden.

Zu Fuß ins neue Lager

LKW vom Roten Kreuz, Flüchtlinge (Quelle: AP)

Dringend benötigt: Lebensmittellieferung


Das UNHCR will die Flüchtlinge ab Montag an einem Ort westlich von Goma unterbringen. "Wir hoffen, dass er weit genug von der Gewalt entfernt ist", sagte Redmond. Er erklärte außerdem, dass viele der 60.000 Menschen den 15 Kilometer langen Weg zum neuen Camp zu Fuß zurücklegen müssten. Hilfsorganisationen sollen sie unterwegs mit Lebensmitteln und Wasser versorgen, Soldaten der UN-Blauhelmtruppe sollen die Flüchtlinge auf dem Weg beschützen.

Wie die Nachrichtenagentur AP meldet, haben die Vereinten Nationen auch einen umfrangreichen Hilfstransport eingeleitet. In den kommenden vier Tagen sollten rund 100 Tonnen Lebensmittel ins Kampfgebiet gebracht werden. Viele Bauern würden es nicht mehr wagen, ihre Felder abzuernten. (ajk)

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