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Weltklimakonferenz

UN: EU muss sich beim Klimaschutz mehr anstrengen

Wenige Tage vor Beginn der Weltklimakonferenz in Bonn, ruft die UN-Klimasekretärin Patricia Espinosa die Europäische Union zu mehr Engagement für den Klimaschutz auf: "Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen."

Espinosa forderte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" mehr Einsatz von den EU-Staaten, um den Temperaturanstieg der Erde unter zwei Grad zu halten. Außerdem appellierte sie an die Industriestaaten, ihre Zusagen zur finanziellen Unterstützung von Entwicklungsländern einzuhalten.

"Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen", sagte die UN-Klimasekretärin. Der technische Fortschritt könne es den Staaten der EU erlauben, sich größere Ziele zu setzen. Damit warf Espinosa der EU ein zu geringes Engagement für den Klimaschutz vor.

UN-Klimakonferenz 2017 in Bonn | Aufbau (picture-alliance/dpa/R. Vennenbernd)

Wie lassen sich die im Klimaabkommen festgesteckten Ziele erreichen? Darüber wird ab dem 6. November 2017 in Bonn diskutiert

Espinosa warnte zudem davor, der Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen könnte "schwerwiegende Konsequenzen" haben, unter anderem finanziell. Die Industrieländer haben Entwicklungsländern ab 2020 jährlich 100 Millionen Dollar Unterstützung zugesagt. Ohne diese Finanzhilfe können viele der Länder die Anpassung an Klimafolgen und Klimaschutzmaßnahmen nicht realisieren. "Um die Entwicklungsländer an Bord zu halten, ist es unbedingt notwendig, ein klares Signal zu geben, dass das Ziel wirklich erreicht wird", sagte Espinosa.

Zur Bonner Weltklimakonferenz vom 6. bis zum 17. November werden bis zu 25.000 Teilnehmer erwartet. Die Delegierten verhandeln über die technische Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015.

jv/pg (afp, kna, faz)

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