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Aktuell Welt

UN erwägen "neue Optionen" in Syrien

Es wird weiter geschossen und gemordet. Immer mehr geraten in Syrien nun auch die unbewaffneten UN-Beobachter in Gefahr. Die Vereinten Nationen halten Ausschau nach Alternativen.

Nach dem faktischen Scheitern der Beobachtermission in Syrien erwägen die Vereinten Nationen jetzt "neue Optionen". Ein 'Weiter-so' könne es ebenso wenig geben wie eine schlichte Aufstockung der Beobachter, erklärte der Chef der Blauhelm-Missionen, Herve Ladsous, in einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. Was das für Alternativen sein könnten, sagte der Franzose allerdings nicht.

Zuvor hatte der Chef der 300 Beobachter, General Robert Mood (Artikelbild), berichtet, dass die unbewaffneten Experten immer öfter selbst angegriffen würden. Allein in der vergangenen Woche seien die Beobachter bis zu zehnmal beschossen oder von Gruppen attackiert worden, sagte der Norweger in der von Deutschland beantragten Sitzung. Mood sprach von einer "signifikanten Eskalation" der Gewalt in den vergangenen Tagen. Die Hauptleidtragenden seien Zivilisten. Besonders die Lage der in Homs eingeschlossenen Menschen sei "zutiefst besorgniserregend".

Verfrühte Spekulationen

Einen Abzug seiner Mitarbeiter aus Syrien schloss Mood vorerst aus: "Wir gehen nirgendwo hin." Spekulationen über den kompletten Abbruch der Mission seien verfrüht. Aus Sicherheitsgründen sind die UN-Beobachter seit Samstag in ihren Quartieren geblieben. Um die Mission wieder aufzunehmen, müssten sowohl die Regierung als auch die Opposition den Beobachtern Bewegungsfreiheit zusichern, forderte Mood.

Deutschlands Vizebotschafter bei den Vereinten Nationen, Miguel Berger, drängte den Sicherheitsrat, den Friedensplan des UN-Sondergesandten Kofi Annan mit Sanktionsdrohungen zu stützen. Ein schärferes Vorgehen gegen das Regime in Damaskus wurde bisher von Russland und China verhindert.

wa/det (dpa, dapd, afp)