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Kultur

UN-Dekade mit Wirkung

Klimaschutz, Mülltrennung, soziale Gerechtigkeit: Über 1900 Projekte hat die deutsche UNESCO in zehn Jahren ausgezeichnet. Zum Ende der UN-Dekade zieht sie auf einer Abschlusskonferenz Bilanz.

Wenn am 29. und 30. September rund 450 nationale und internationale Experten und Mitarbeiter aus Bildung, Politik und Wirtschaft in Bonn zusammenkommen, geht es nicht nur um einen Rückblick auf zehn Jahre "Bildung für nachhaltige Entwicklung". In einer "Bonner Erklärung" sollen auch Ziele für die Zukunft formuliert werden. "Wir konnten das Thema nachhaltige Entwicklung in Deutschland gut voran bringen", betont Gerhard de Haan, Vorsitzender des deutschen Nationalkomitees der UN-Dekade, im Gespräch mit der Deutschen Welle. "Sowohl das Interesse der Bildungspolitik als auch das Interesse der Akteure ist in diesem Bereich deutlich gestiegen."

Mehr als ökologische Projekte

Beim Weltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung in Johannesburg 2002 hatten sich die Vereinten Nationen auf die Dekade für den Zeitraum von 2005 bis Ende 2014 verständigt. In dieser Zeit ging es nicht nur darum, ökologische Projekte zu fördern und den Umweltschutzgedanken in der Bildung zu verankern. Auch die globalen und sozialen Zusammenhänge sollten erkennbar werden. "Biologisch-ökologische Themen werden zum Beispiel mit Fragen nach Fair-Trade und Biodiversität verbunden", so Gerhard de Haan.

Bildung für nachhaltige Entwicklung systematisch verankern

Auf der Nationalen Konferenz in Bonn stellt die deutsche Bildungsministerin Johanna Wanka auch die Regierungspläne für die zukünftige Ausgestaltung der Bildung für nachhaltige Entwicklung vor. Gerhard de Haan bedauert, dass es zwar gerade in Deutschland viele gute Initiativen und Projekte gibt, das Thema aber in Schule und Hochschule noch nicht systematisch verankert ist. "Die Beschäftigung mit nachhaltiger Entwicklung gehört leider noch nicht zur Allgemeinbildung."

Die Bonner Erklärung wird eingehen in das UN-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Es soll auf dem Weltkongress vom 10. bis 12. November im japanischen Nagoya verabschiedet werden.

GR/sd (epd/dpa)