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Aktuell Afrika

UN-Blauhelme bekommen Aufklärungs-Drohnen

Die UN-Friedenstruppen im Kongo sollen mit unbemannten Flugzeugen zur Aufklärung ausgerüstet werden. Dabei haben die Vereinten Nationen gerade erst eine Untersuchung darüber angekündigt, ob Drohnen überhaupt legal sind.

Der UN-Sicherheitsrat hat erstmals die Verwendung von Drohnen bei Blauhelmmissionen genehmigt. Das oberste UN-Organ billigte am Freitag (Ortszeit) in New York den Einsatz der unbemannten Flugobjekte bei der UN-Mission im Kongo. Die Drohnen sollen allerdings nicht bewaffnet sein und nur der Aufklärung dienen.

Der Einsatz von Drohnen ist international umstritten. Insbesondere die USA setzen etwa in Pakistan Kampfdrohnen ein, um mutmaßliche islamistische Terroristen zu töten. Erst am Donnerstag hatte der UN-Berichterstatter für Terrorabwehr und Menschenrechte, Ben Emmerson, eine Untersuchung darüber eingeleitet, ob Drohnen und gezielte Tötungen mit dem internationalen Recht vereinbar sind. Und auch in Deutschland ist eine Debatte darüber entbrannt, ob die Bundeswehr mit Kampfdrohnen ausgerüstet werden soll, wie es Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) plant.

Nachbarländer sind informiert

Der Drohneneinsatz im Kongo soll den dort stationierten UN-Blauhelmen helfen, das Land zu überwachen. Denn die Mission im Kongo ist zwar mit mehr als 22.000 Soldaten die mit Abstand größte Blauhelmtruppe der Vereinten Nationen. Aber das Gebiet, in dem die UN den Frieden sichern sollen, ist groß. Von vielen Überfällen auf Dörfer mit Toten und Massenvergewaltigungen erfahren die Blauhelme erst, wenn die Täter längst wieder weg sind.

Die Drohnen soll das ändern. Die kongolesische Regierung habe ihr Einverständnis gegeben, die Nachbarländer seien über den Einsatz informiert, teilten die Vereinten Nationen mit. Zunächst werde es eine Testphase geben.

det/jm (afp, dapd, dpa)

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