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Aktuell Asien

UN beenden Einsatz in Osttimor

Nach 13 Jahren haben die Vereinten Nationen ihre Friedensmission in Osttimor zum Abschluss gebracht. Sie ziehen sich aus Asiens jüngster und ärmster Nation zurück. Man vertraut auf deren eigene Kräfte.

Schon Ende Oktober war die Polizeigewalt an die einheimischen Behörden der kleinen Inselrepublik in Südostasien übergeben worden. Danach waren schrittweise auch Hunderte australischer Soldaten in Diensten der Vereinten Nationen abgerückt. Die letzten Blauhelmsoldaten und logistischen Mitarbeiter zogen am Montag ab, offiziell endet die Mission um Mitternacht. Mandon Page, Australiens Top-Offizier vor Ort, sprach in der Hauptstadt Dili vom Ende einer Ära. Lediglich 79 Beamte sollen nach UN-Angaben vorerst vor Ort bleiben, um "Formalitäten" zu erledigen.

"Osttimor hat eine Phase in seiner Entwicklung erreicht, in der das Land auf eigenen Füßen stehen kann", sagte UN-Missionschef Finn Reske-Nielsen der Agence France Press. Der stellvertretende Regierungschef des südostasiatischen Inselstaates, Fernando La Sama de Araujo, sagte AFP, er sei den UN-Truppen "zutiefst dankbar" für ihre Arbeit in seinem Land.

Die UN-Mission hatte ihre Arbeit in Osttimor 1999 vor der Abstimmung über die Unabhängigkeit von Indonesien aufgenommen. Australien hatte damals die Hauptverantwortung übernommen und 5000 Soldaten geschickt. In der Folgezeit gab es politische Instabilität und Unruhen.

Im Mai feierte Osttimor den zehnten Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Indonesien hatte den Inselstaat nach dem Abzug der portugiesischen Kolonialmacht 1975 besetzt. Ein jahrelanger Freiheitskampf folgte. Zudem wurden in diesem Jahr weitgehend friedliche Präsidentschafts- und Parlamentswahlen abgehalten. Osttimor zählt zu den ärmsten Ländern Asiens.

SC/mak (dpae, afpe, dapd)