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Welt

Umstrittene Entlassung von Polizeichef verfolgt Palin weiter

Die umstrittene Entlassung des Polizeichefs von Alaska verfolgt Sarah Palin auch in der Endphase des US-Wahlkampfs. Auch die kostspielige Garderobe der Vize-Kandidatin der Republikaner sorgt für Aufregung.

Sarah Palin und ihr Mann Todd bei einem Wahlkampfauftritt (Foto: AP)

Sarah Palin und ihr Mann Todd bei einem Wahlkampfauftritt

Knapp zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA wird die Kandidatin der Republikaner für das Amt der Vize-Präsidentin, Sarah Palin, zum zweiten Mal zu dem Vorwurf befragt, sie habe ihr Amt als Gouverneurin von Alaska im Zusammenhang mit einer Entlassung missbraucht.

Palin und ihr Ehemann Todd würden am Freitag (24.10.2008) vor der Personalkommission des Bundesstaates Alaska aussagen, teilte ein Sprecher des Wahlkampfteams des republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain mit.

Die Personalkommission tagt

Die Personalkommission soll der Frage nachgehen, ob Palin mit der Entlassung des Sicherheitschefs von Alaska, Walt Monegan, im Juli ihr Amt missbraucht habe. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss hatte Mitte des Monates festgestellt, die Gouverneurin habe zwar die Befugnis gehabt, Monegan zu entlassen. Gleichwohl habe Palin in dieser Angelegenheit die ethischen Standards ihres Amtes verletzt. Denn - so der Ausschuss - die 44-Jährige habe von Monegan verlangt, den Polizisten Mike Wooten zu entlassen, den Ex-Mann von Palins Schwester. Nachdem der Sicherheitschef dies abgelehnt habe, sei er selbst gefeuert worden.

Palin mit ihren Kindern auf dem Nominierungspartei der Republikaner im September (Foto: AP)

Palin mit ihren Kindern auf dem Nominierungspartei der Republikaner im September

Palin hatte der Parlaments-Kommission vorgeworfen, eine politische Kampagne gegen sie zu führen und die Einschaltung der Personalkommission gefordert.

Die neuen Kleider der Kandidatin

Für Schlagzeilen in der Endphase des Wahlkampfs sorgt Palin auch mit ihrer Garderobe. Nach Recherchen der Online-Zeitung "Politico" haben die Republikaner kräftig in ein attraktives Erscheinungsbild der Vize-Kandidatin investiert. Rund 150.000 Dollar habe das Wahlkampfteam in den vergangenen Monaten für Kleidung, Friseurbesuche und Make-up der Gouverneurin und früheren Schönheitskönigin ausgegeben. Auch ihren wenige Monate alten Sohn habe Palin in luxuriösen Geschäften für Baby-Artikel ausstaffiert.

Die Republikaner zeigten sich überrascht über den Wirbel um Palins Garderobe. Angesichts der drängenden Probleme des Landes, sei es verwunderlich, dass Zeit für Diskussionen über Hosenanzüge und Blusen verschwendet werde, sagte Wahlkampfsprecherin Tracey Schmitt. Es sei immer geplant gewesen, die Kleidung Palins nach dem Wahlkampf für wohltätige Zwecke zu spenden.

Wie knapp wird das Wahlrennen?

Barack Obama (links) und John McCain - hier bei einer Fernsehdebatte (Foto: AP)

Barack Obama (links) und John McCain - hier bei einer Fernsehdebatte

Einer neuen Umfrage zufolge könnte das Rennen um das Weiße Haus zwischen dem demokratischen Kandidaten Barack Obama und John McCain am 4. November enger werden als vielfach erwartet. Nach einer Erhebung der Nachrichtenagentur AP und des Instituts GfK liegen Obama und McCain mit 44 und 43 Prozent in der Wählergunst nahezu gleichauf. Andere Wählerbefragungen ergeben freilich weiter einen deutlichen Vorsprung für Obama. (wl)

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