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Bundestagswahl 2017

Umfrage: Schulz kann es besser als Gabriel

Der Verzicht von Noch-SPD-Chef Sigmar Gabriel auf die Kanzlerkandidatur ist aus Sicht der Bundesbürger die richtige Entscheidung gewesen. Als Manko gilt aber, dass Martin Schulz keine bundespolitische Erfahrung hat.

58 Prozent der Deutschen seien der Meinung, dass Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidat besser abschneiden werde als Sigmar Gabriel, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa. Knapp jeder Vierte (23  Prozent) hält dagegen den scheidenden Bundeswirtschaftsminister für chancenreicher als den früheren Präsidenten des Europaparlaments, jeder Fünfte (19,5 Prozent) hat dazu keine Meinung.

Demoskopen uneins beim Thema Direktwahl 

Bei der Frage, wer bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers besser abschneiden würde, sind die Demoskopen dagegen uneins. Laut Insa würde Schulz deutlich hinter der Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) liegen. Vier von zehn Befragten (40,5 Prozent) würden für die Kanzlerin stimmen, Schulz gäben 25,5 Prozent der Bürger den Vorzug. Jeder dritte Wähler (34 Prozent) möchte für keinen von beiden Kandidaten stimmen. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige EU-Parlamentspräsident Martin Schulz am 15. Dezember 2016 in Brüssel (Foto: picture-alliance/dpa/O. Hoslet)

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige EU-Parlamentspräsident Martin Schulz Mitte Dezember in Brüssel

Der ARD-Deutschlandtrend ist hingegen zu dem Ergebnis gekommen, dass sich Schulz gegenüber Merkel nicht verstecken müsste. Bei einer Direktwahl lägen Kanzlerin und Herausforderer gleichauf: 41 Prozent der Befragten würden sich für Merkel entscheiden, ebenso viele Schulz wählen. Elf Prozent der Befragten gaben an, dass keiner der beiden Politiker als Regierungschef infrage kommt.

Der Umfrage des ARD-Deutschlandtrends zufolge glauben aber 69 Prozent der Bürger, dass der SPD mit Schulz der Neuanfang gelingen wird. Von den Anhängern der Partei sind sogar 85 Prozent dieser Meinung. 45 Prozent der Befragten halten es aber für ein Problem, dass Schulz bisher keine bundespolitische Erfahrung hat.

FDP-Chef: "Schulz ist innenpolitisch eine Blackbox"

Die FDP steht trotz des geplanten Wechsels an der SPD-Spitze einem möglichen Bündnis mit Sozialdemokraten und Grünen nach der Bundestagswahl am 24. September sehr skeptisch gegenüber. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner sagte der "Nordwest-Zeitung": "Martin Schulz ist innenpolitisch eine Blackbox. Ich bezweifle, ob mit ihm der Schwenk zurück zur Agenda 2010 kommt." Die FDP mache Koalitionen an Inhalten fest, sagte der FDP-Chef.

sti/cr (afp, dpa)