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Reise

Ulm feiert Höhepunkt der Schwörwoche

Jedes Jahr erinnern die Ulmer mit einer Festwoche an ihre Stadtverfassung aus dem 14. Jahrhundert. Beim sogenannten Nabada schippern zahlreiche offizielle und selbstgebaute Boote und Flöße die Donau hinab.

Die Tradition reicht weit zurück: 1397 beendete der sogenannte Schwörbrief einen Streit um die Machtverhältnisse im Stadtparlament der Freien Reichsstadt Ulm. Er garantierte allen Mitgliedern gleiches Stimmrecht und verpflichtete den Bürgermeister, jährlich Rechenschaft vor seinen Bürgern abzulegen.

In Anlehnung daran tritt auch heute noch der Oberbürgermeister am vorletzten Montag im Juli vor die Ulmer, zieht Bilanz und stellt Pläne für das kommende Jahr vor. In Anwesenheit mehrerer Politiker aus Bundes- und Landespolitik legt er dann den traditionellen Schwur ab, "Reichen und Armen ein gemeiner Mann zu sein" und die Interessen aller Ulmer Bürger gleichermaßen zu wahren.

Gesellig wird es vor allem am Nachmittag. Beim Nabada („Hinunterbaden") schippern ab 16 Uhr etwa 30 offizielle Themenboote die Donau hinunter. Sie werden eigens für das Spektakel dekoriert und nehmen das aktuelle Geschehen in Politik und Gesellschaft aufs Korn. Begleitet werden die Mottoboote von Ulmern auf tausenden selbstgebauten Flößen und Schlauchbooten. Auch in diesem Jahr soll der Umzug trotz erwarteten Regens stattfinden, sagte ein Sprecher der Stadt gegenüber der DW. Nur im Falle eines Gewitters würde das Nabada kurzfristig abgesagt.

ej/ at (Stadt Ulm, Südwest Presse)