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Sport

Uli und der Urknall: Die Physik des Bayern-Managers Hoeneß

Das große Experiment zur Erforschung des Urknalls im CERN-Teilchenbeschleuniger in Genf musste vorerst abgebrochen werden. Warum? Die Spur führt in die Fußball-Bundesliga: nach München.

Uli Hoeneß, der Manager des FC Bayern München sitzt mit rotem Kopf auf der Trainerbank des deutschen Fußball-Meisters. Quelle: dpa

Immer unter Strom: Uli Hoeneß

Uli Hoeneß ist schuld. Als am CERN, dem Europäischen Zentrum für Atomforschung in Genf, das große Urknall-Experiment beginnt, trommelt Hoeneß die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters zusammen. "Wir müssen etwas unternehmen", schwört Hoeneß die Clubspitze ein. "Wenn als Folge des Experiments die Alpen in einem schwarzen Loch versinken, sind wir auch weg: Du Franz, du Karl-Heinz, du Jürgen, meine Wenigkeit und der ganze FC Bayern!" Entsetzt starren Beckenbauer, Rummenigge und Klinsmann den Manager an. Als Erster fängt sich der Kaiser. "Nur über meine Leiche! Wir sind das Fußball-Universum! Wir bestimmen, wann es einen Urknall gibt! Wir entscheiden, welche Trainer und Spieler im schwarzen Loch verschwinden!" Die anderen klopfen zustimmend auf den Tisch. "Uli, kümmere Dich darum!"

Gesagt, getan. Hoeneß zapft einen CERN-Physiker in Genf an. Gegen Schmiergeld aus dem Bayern-Etat erfährt der Manager, dass der Teilchenbeschleuniger eine Betriebstemperatur von minus 271 Grad Celsius haben muss. Hoeneß sorgt dafür, dass ein extrem wärmeleitendes Kabel mit Temperaturfühler an seinem Platz auf der Trainerbank der Bayern angebracht wird. Gegen Schmiergeld verbinden Techniker dieses Kabel nun mit einer Leitung, über die Physiker des Münchner Max-Planck-Instituts in Kontakt mit ihren Kollegen in Genf stehen. Der Sabotageakt ist vorbereitet, nun muss Uli nur Hoeneß sein. Der Rest ist Physik.

Schmiergeld refinanziert

Die Illustration zeigt die Kollision von Atomkernen, Tausende von neuerzeugten Teilchen fliegen dabei in alle Richtungen. Quelle: dpa

Weißer Strahl von rechts: Hoeneßscher Wärme-Impuls

Bayern München spielt gegen Werder Bremen. Die Wut des Managers verwandelt sich in Wärme. Beim 5:0 der Bremer ist die Höchsttemperatur erreicht. Hoeneß´ Kopf ist nun nicht mehr von seiner roten Trainingsjacke zu unterscheiden. Nach den Gesetzen der Thermodynamik fließt Wärme immer in Richtung geringerer Temperatur. Wie ein Feuerball rast also der Hoeneßsche Wärme-Impuls über die Kabelverbindung mitten hinein in die knapp 500 Kilometer entfernte Genfer Forschungsanlage. Die Betriebstemperatur des Teilchenbeschleunigers steigt. Die Alarmsysteme melden eine Panne im Kühlsystem. Das Experiment muss abgebrochen werden. Die Reparaturarbeiten verzögern sich auf unbestimmte Zeit - gegen Zahlung weiterer Schmiergelder. "Peanuts", sagt Uli Hoeneß, "im Vergleich zur Summe, die ich eingespart habe". Die Münchner Fußball-Arena wird inzwischen vollständig über das Hoeneß-Kabel beheizt.

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