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Aktuell Welt

Ukraines Präsident droht den Separatisten

Als in der Ukraine Präsident Poroschenko ins Amt kam, hofften viele auf Frieden. Nun aber muss der neue Mann an der Spitze des Staates den Separatisten mit "Vergeltung" drohen - für die jüngste Welle der Gewalt.

Dabei geht es vor allem um den Abschuss einer ukrainischen Militärmaschine durch Aufständische im Osten des Landes. Die Tat sei ein "zynischer Akt des Terrors, der bestraft werden wird", erklärte Staatschef Petro Poroschenko in Kiew. "Die Terroristen werden die angemessene Antwort erhalten." Poroschenko rief wegen des Vorfalls für Sonntag eine Staatstrauer aus. Der Generalsekretär des Europarates, Thorbjorn Jagland, verurteilte den Abschuss als "sinnlosen Mord". Jagland hatte sich in den vergangenen Monaten um eine Beruhigung der Lage bemüht.

Das ukrainische Militärflugzeug war am Morgen beim Landeanflug auf Luhansk im Osten des Landes abgeschossen worden. 49 Menschen wurden nach Armeeangaben getötet. Die Maschine hatte nach Angaben des Verteidigungsministeriums Truppenverstärkung an Bord. Das ukrainische Militär befindet sich seit Wochen im Einsatz gegen prorussische Separatisten, die Luhansk, Donezk und andere Städte besetzt halten.

Kämpfe um Mariupol

Der Abschuss des Flugzeugs ist aber nur ein Teil der neuen Gewalt in der Ukraine. Von weiteren vier Toten ist in Agenturberichten die Rede. In der Hafenstadt Mariupol hätten prorussische Aufständische mit Granatwerfern auf eine Kolonne des Grenzschutzes gefeuert, teilten die Behörden in Kiew mit. Bei dem Angriff seien drei Soldaten getötet und vier verletzt worden. Im Raum Donezk wurde bei einem Luftangriff der Sicherheitskräfte mindestens ein Separatist getötet. Die militanten Gruppen hätten das Feuer erwidert und hier einen Kampfjet vom Typ Suchoi Su-25 abgeschossen, hieß es. Der Pilot habe sich per Schleudersitz retten können. Für den Abschuss gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Ukraines Präsident Petro Poroschenko

Entschlossen zum Gegenschlag? Präsident Poroschenko

Am vergangenen Freitag war es der Armee eigenen Angaben zufolge gelungen, nach heftigen Kämpfen die südöstliche Hafenstadt Mariupol wieder unter Kontrolle zu bringen. Die Regierung in Kiew wirft Russland vor, die Milizen mit Kämpfern und Waffen zu unterstützen. Nach den Worten von Präsident Poroschenko lieferte Russland auch drei Panzer. Ein Vorwurf, den auch die US-Regietrung in der zurückliegenden Woche neu erhoben hat.

ml/sti (dpa,afp)