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Fokus Osteuropa

Ukrainer: Medien im Wahlkampf parteiisch

Rund die Hälfte der Ukrainer ist der Meinung, dass ihre Medien über den Parlamentswahlkampf nicht unabhängig berichten. Das Vertrauen in beide großen politischen Lager ist gering, wie der aktuelle DW-Trend zeigt.

Fernsehkameras (Foto: DW)

Fernsehkameras

Die Berichterstattung der ukrainischen Medien über die am 28. Oktober anstehende Parlamentswahl halten 47 Prozent der Bürger des Landes nicht für fair und unabhängig. Lediglich 30 Prozent der Befragten bewerten die Berichterstattung als unparteiisch. Dies zeigt der aktuelle DW-Trend für die Ukraine. Dafür hat das ukrainische Büro des Markt- und Meinungsforschungsinstituts IFAK im Auftrag der Ukrainischen Redaktion der Deutschen Welle 1000 Ukrainer vom 20. September bis zum 4. Oktober 2012 repräsentativ befragt.

41 Prozent der Ukrainer gehen davon aus, dass sich Präsident Viktor Janukowitsch und dessen Regierung in unzulässiger Weise in den Wahlkampf einmischen. Lediglich 35 Prozent sagen, dies sei nicht der Fall. Dass die Opposition im Wahlkampf die gleichen Chancen hat wie die Regierungspartei, davon sind 41 Prozent der Ukrainer überzeugt. 37 Prozent hingegen sehen keine Chancengleichheit.

Klare Präferenz zeigen die Ukrainer weder für die Regierungspartei noch für die Opposition. Jeweils 24 Prozent glauben, dass die Regierungspartei beziehungsweise die Opposition sich am ehesten für die Interessen der Bürger des Landes einsetze. 38 Prozent hingegen denken, keines der beiden politischen Lager setze sich für die Belange der Ukrainer ein.

Entsprechend groß ist mit 38 Prozent der Anteil der unentschlossenen Wähler, die noch nicht wissen, welcher Partei sie am 28. Oktober ihre Stimme geben werden. Dem stehen lediglich 36 Prozent gegenüber, die dieselbe Partei wie bei der letzten Parlamentswahl wählen wollen.