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Aktuell Europa

Ukraine verlängert Waffenruhe

Die Waffenruhe in der Ostukraine geht in die zweite Runde. Präsident Poroschenko verlängerte die Feuerpause um drei Tage bis Montagabend.

Der eigentlich nur bis Freitagabend befristete Waffenstillstand im Osten der Ukraine soll nun 72 weitere Stunden gelten. Vor seiner Entscheidung hatte sich Präsident Petro Poroschenko inentsiv mit führenden Militärs in Kiew beraten, wie die "Ukrainska Prawda" im Internet berichtet.

Zuvor hatte Russland bereits deutlich gemacht, dass es eine Verlängerung der Waffenruhe begrüßen würde. Außenminister Sergej Lawrow mahnte zugleich, mit dem Schritt dürfe aber nicht nur eine Verlängerung des "Ultimatums" an die Separatisten verknüpft werden, bis dahin die Waffen niederzulegen, meldet die Nachrichtenagentur Ria.

110.000 Ukrainer nach Russland geflüchtet

Poroschenko betonte, er sei auch zu Verhandlungen mit Kremlchef Wladimir Putin bereit - trotz des schweren Streits über die Halbinsel Krim und über Moskaus Unterstützung der Separatisten. "Manchmal ist die Position von Herrn Putin völlig pragmatisch, manchmal ist sie sehr emotional. Ich versuche einen Moment zu finden, in dem er pragmatischer und weniger emotional ist", sagte Poroschenko dem US-Sender CNN. Beide Präsidenten hatten zuletzt mehrfach miteinander telefoniert.

Putin selbst forderte erneut eine langfristige Waffenruhe in der Ostukraine, damit Vertreter der Regierung in Kiew und der Regionen im Osten miteinander verhandeln könnten. Die Gewalt zwinge Zehntausende Ukrainer zur Flucht nach Russland, sagt Putin in Moskau. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) sind in diesem Jahr rund 110.000 Menschen aus Angst vor Zerstörung und wegen der Kämpfe zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischer Armee nach Russland geflüchtet.

Vier OSZE-Beobachter freigelassen

Es gibt aber auch positive Nachrichten aus der Ostukraine: In der Nacht ließen die Separatisten #link:17740504:vier OSZE-Beobachter frei. Die vier Männer, ein Türke, ein Däne, ein Schweizer und ein Este, befanden sich mehr als einen Monat in Gefangenschaft. OSZE-Präsident Didier Burkhalter forderte Aufklärung über ein zweites verschlepptes Team. Die Gruppe könnte bald freikommen, hieß es dazu aus den Reihen der Aufständischen.

ab/gmf (afp, dpa, rtr)

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