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Fokus Osteuropa

Ukraine und Georgien vereint im Kampf für Freiheit und Demokratie

Wiktor Juschtschenko und Micheil Saakaschwili verbrachten ihren Urlaub in den Karpaten. In einer gemeinsamen Erklärung heben sie die Bedeutung der „Revolutionen“ in ihren Ländern für die Geschichte Europas hervor.

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Symbolfigur für die "Rosen-revolution" in Georgien (2003): Präsident Micheil Saakaschwili

Vergangene Woche ist Wiktor Juschtschenko mit seiner Familie aus dem ukrainischen Kurort Tysowez nach Kiew zurückgekehrt. Gleichzeitig reiste auch der georgische Präsident Micheil Saakaschwili, der mit seiner Familie auf Juschtschenkos Einladung im Gebiet Lwiw seinen Urlaub verbrachte, wieder zurück in seine Heimat.

Während ihres Aufenthalts in den Karpaten führten Juschtschenko und Saakaschwili mehrere Treffen durch, nach deren Abschluss sie die „Karpaten-Deklaration“ signierten. Auf einer Pressekonferenz anlässlich der Unterzeichnung des Dokuments traten Juschtschenko und Saakaschwili in Skianzügen gekleidet an der Seite ihrer Ehefrauen vor den Journalisten auf.

Gemeinsame Deklaration

In der Deklaration heißt es, dass die „Orange Revolution“ in der Ukraine und die „Rosenrevolution“ in Georgien eine neue Epoche in der Geschichte der europäischen Völker eingeleitet hätten. „Die Völker der Ukraine und Georgiens haben gezeigt, dass Freiheit und Demokratie stärker sind als eine Staatsmaschinerie, egal wie brutal sie ist“, wird in der Deklaration unterstrichen.

„Freiheit bekommt man nicht auf dem Tablett serviert, sie muss erkämpft werden. Das, was das ukrainische Volk im November erreicht hat, ist ein gutes Beispiel dafür, wie man sich mit den Bedingungen, unter denen wir leben, nicht einfach abfinden muss, sondern wie man sie überwinden kann“, sagte Juschtschenko.

„Dritte Welle der Befreiung Europas“

Saakaschwili bezeichnete die Ereignisse als „Dritte Welle der Befreiung Europas“, nach dem Sieg der Anti-Hitler-Koalition im Zweiten Weltkrieg und dem Zerfall der Sowjetunion 1989. Er erinnerte daran, dass er seinerzeit die „Orange Revolution“ in der Ukraine mit dem Fall der Berliner Mauer verglichen habe.

„Ich freue mich sehr, dass wir diese Deklaration unterzeichnet haben. Das ist ein erstes inoffizielles Dokument, weil die Amtseinführung von Wiktor Andrijewytsch noch bevorsteht“, sagte der georgische Präsident und fügte hinzu, dass das ukrainische Volk sehr glücklich sein könne, eine solche Führungspersönlichkeit zu haben.

Micheil Saakaschwili, der einst in Kiew studierte, betonte, er betrachte die Ukraine als seine zweite Heimat. Er sagte, er kehre in sein Land zurück, aber sein Herz bleibe in der Ukraine zurück.

Aleksandr Sawizkij,
DW-RADIO / Russisch, 6.1.2005