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Sport

Ukraine hofft gegen Saudis auf leichtes Spiel

Die Ukraine will gegen Saudi-Arabien zeigen, dass der missratene Auftakt beim 0:4 gegen Spanien nur ein Ausrutscher war. Doch die ohnehin löchrige Abwehr der Osteuropäer muss eine weitere Schwächung verkraften.

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Saudi Arabiens Sami al-Jaber jubelte nach seinem Tor gegen Tunesien

Ukraine-Coach Oleg Blochin quälen vor der vorentscheidenden Partie am Montag (19.6., 18 Uhr MESZ) gegen Saudi-Arabien Probleme bei der Formierung der Abwehr. Für Bogdan Schust ist die WM bereits ohne eine Einsatz-Minute beendet. Der Ersatz-Torwart verletzte sich im Training und trägt seit Freitagabend seine linke Hand in Gips. "Er wird kein Spiel mehr bestreiten", bestätigte Pressesprecher Igor Miroschnitschenko am Samstag die Verletzung des 20 Jahre alten Keepers von Meister Schachtjor Donezk. Wegen einer Rot-Sperre wird zudem der Abwehrspieler Wladislaw Waschtschuk beim Spiel in Hamburg fehlen.

In der Partie gegen die Saudis, in der nur der Sieger noch Hoffnung auf das Achtelfinale hegen darf, wird wohl auch Mittelfeldspieler Oleg Gussew ausfallen. Er konnte am Freitag wegen des Verdachts auf einen Meniskusschaden kein Training bestreiten. "Sein Einsatz ist unwahrscheinlich", sagte der Pressechef. Dagegen soll Andrej Worobej, der an einer Schulterprellung laboriert und nur Lauftraining bestreiten konnte, bis zum Spiel gegen Saudi-Arabien wieder fit sein.

Saudis gegen Europäer schwach

WM Fußball Spanien gegen Ukraine Voronin

Am Rande der Verzweiflung schien der ukrainische Spieler Andrej Woronin bei der Niederlage gegen Spanien

Die Ukraine musste bei ihrem ersten Spiel bei einer Fußball-WM überhaupt ein herbes 0:4 gegen Spanien einstecken. Nun hoffen die Ukrainer, dass die Araber trotz ihres 2:2 gegen Tunesien der richtige Aufbaugegner sind. Denn bei ihren letzten beiden WM-Teilnahmen erzielten die Nordafrikaner in vier Spielen gegen europäische Mannschaften nicht ein einziges Tor. Gegen Deutschland setzte es 2002 sogar ein 0:8. Dieses Jahr sind sie aber offenbar verbessert und kassierten erst in der Nachspielzeit gegen Tunesien den Ausgleich. Die Osteuropäer treffen erst in ihrem letzten Spiel der Gruppe H am Freitag in Berlin auf Tunesien.

Saudi-Arabiens Trainer Marcos Paqueta, dessen Mannschaft immerhin schon zum vierten Mal bei einer Weltmeisterschaft dabei ist, hofft auf eine Überraschung. Das Selbstbewusstsein der Ukrainer werde nach der schwachen Leistung ziemlich erschüttert sein, meint er und sagt: "Ich hoffe, dass wir daraus Kapital schlagen können." Der Coach aus Brasilien will sein Team so einstellen, dass es nicht gleich zu Beginn überrannt wird: "Die ersten 15 Minuten werden entscheidend sein."

Ärgerliche Falschmeldung

Richtig sauer reagierten die Ukrainer auf die Meldung, quakende Frösche würden ihnen in ihrem Potsdamer Quartier am Templiner See den Schlaf rauben. "Das ist Quatsch, das hat keiner gesagt", sagte der Leverkusener Andrej Woronin. Teamkollege Waschtschuk, der mit der angeblichen Klage über die Frösche zitiert worden war, wies die Berichte zurück und betonte, sich zu dem Thema nie geäußert zu haben. Stürmerstar Andrej Schewtschenko sprach von einer komplett erfundenen Geschichte. "Wir müssen uns wohl an solche Sachen gewöhnen", sagte der vom AC Mailand zum FC Chelsea wechselnde Torjäger. (mas)

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