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Europa/Zentralasien

Ukraine: Akademie-Alumnus gewinnt Radiopreis

Die Ausbildung von Journalisten in der Ukraine ist oft unzureichend. Mit ihren Trainings versucht die DW Akademie, diese Lücken zu füllen. Nun wurde ein ehemaliger Teilnehmer für seine Arbeit ausgezeichnet.

Portraitfoto Sergej Rozhnovsky (Foto: DW/Nina Werkhäuser).

Portrait Sergej Rozhnovsky

Mit einer Magazinsendung zum Thema Gesundheit gewann DW Akademie-Alumnus Sergej Rozhnovsky einen wichtigen Journalistenpreis in der Ukraine. Der 50jährige Radiojournalist und Dozent aus Mariupol hatte das Hörfunkmagazin zusammen mit seinen Studenten produziert. Die Sendung sei "lebendig, dynamisch und ansprechend", urteilte die Jury, in der Vertreter des Gesundheitsministeriums und des Nationalen Journalistenverbandes saßen. Insgesamt hatten sich 37 ukrainische Radiosender um den Preis beworben, der mit 4000 Griwna (umgerechnet etwa 375 Euro) dotiert war. "Meine Studenten haben sich zuerst gar nicht getraut, die Sendung gemeinsam mit mir einzureichen", erzählt Rozhnovsky. "Aber dann war ihre Freude riesengroß."

Sergej Rozhnovsky hatte 2010 an einem zweiwöchigen Radioseminar der DW Akademie in Odessa teilgenommen. "Der Kurs war ein Geschenk für mich", sagt Rozhnovsky, "er hat meine journalistische Arbeit und auch meinen Unterricht radikal verändert." Er habe die ukrainische Medienlandschaft danach mit anderen Augen gesehen. "Viele journalistische Produkte in der Ukraine sind langweilig und kaum zu verstehen. Und leider stellen sich die Autoren oft selbst in den Mittelpunkt."

DW Akademie-Alumnus Sergej Rozhnovsky gewinnt gemeinsam mit seinen Studenten einen wichtigen Journalistenpreis in der Ukraine (Foto: Sergej Rozhnovsky). 05.2012 DW Akademie Ukraine Sergej Rozhnovsky

Rozhnovsky und seine Studenten bei der Preisverleihung

Mit seinen Studenten arbeitet Rozhnovsky deshalb gerne an lebendigen O-Ton-Berichten in klarer, verständlicher Sprache. Die sind in den meisten ukrainischen Radioprogrammen Mangelware. "Der Journalist muss dabei eine neutrale Haltung einnehmen, das bläue ich meinen Studenten immer wieder ein."

Ein Manko sei die schlechte technische Ausstattung an der Fakultät, es fehlt an guten Aufnahmegeräten. Aber auch da ist Abhilfe in Sicht: Die preisgekrönte Sendung räumte gleich noch einen zweiten Preis in einem Wettbewerb für Campus-Radios ab. Die Sieger-Prämie war ein schickes Aufnahmegerät von Olympus. Während seine Studenten das testeten, nahm Sergej Rozhnovsky an einem weiteren Radioseminar der DW Akademie teil, diesmal in Charkiw, einem der Austragungsorte der Fußball-Europameisterschaft. "Die DW Akademie sollte ihre Kurse in der Ukraine unbedingt weiter anbieten", meint Rozhnovsky, "sie geben wichtige Anstöße und können unsere Arbeit als Journalisten verändern."
 

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