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Aktuell Afrika

Uganda zieht Truppen aus Somalia ab

Ärger um UN-Bericht: Die Vereinten Nationen werfen Uganda vor, die Rebellengruppe M23 im Kongo zu unterstützen. Das Land kündigt deshalb die Zusammenarbeit mit der internationalen Staatengemeinschaft in Somalia auf.

Die ugandische Regierung droht mit dem Abzug ihrer Soldaten aus Somalia. Als Grund nannte Ministerpräsident Patrick Amama Mbabazi einen Bericht der Vereinten Nationen, wonach Uganda die Rebellengruppe M23 im Nachbarland Kongo unterstützt. Es handle sich um einen "Amateur-Bericht", der falsch sei, kritisierte Ministerpräsident Patrick Amama Mbabazi im Parlament in der Landeshauptstadt Kampala.

Uganda habe beschlossen, "sich aus allen regionalen Friedensbemühungen vollständig zurückzuziehen", sagte Mbabazi laut dem ugandischen "Daily Monitor". "Warum sollen die Kinder Ugandas (bei Einsätzen) sterben, wenn wir als Belohnung nur Verleumdung erhalten", frage er.

Regionalmacht Uganda

Sollte das ostafrikanische Land mit dem Abzug ernst machen, hätte das Folgen für die Truppe der Afrikanischen Union (AU), die in Somalia gegen die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz kämpft. Denn Uganda stellt gegenwärtig mehr als ein Drittel der 17.600 Soldaten. Die AU-Truppe unterstützt mit einem Mandat der Vereinten Nationen die somalische Regierung und wird von der Europäischen Union finanziell bezuschusst.

Uganda hat außerdem Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan im Einsatz. Diese suchen den flüchtigen ugandischen Warlord Joseph Kony, dem Kriegsverbrechen vorgeworfen werden. Unterstützt werden sie dabei von US-Spezialeinheiten.

Im Kongo plädiert Uganda für Verhandlungen mit der Rebellengruppe M23, um den dortigen Konflikt zu lösen. Uganda und auch Ruanda wird immer wieder vorgeworfen, hinter den M23-Rebellen zu stehen. Beide Länder bestreiten das.

det/qu (dpa, rtre)