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Afrika

Uganda: Gabriel beeindruckt von DW Akademie-Projekt

Bei seiner Ostafrikareise traf Bundesaußenminister Sigmar Gabriel das "Cross-Border Network" und unterstrich die Bedeutung der Medien in der Krisenregion.

"In dieser Krisenregion sind Hunderttausende südsudanesischer Flüchtlinge unterwegs, was auch Spannungen im Aufnahmeland Uganda hervorruft. Verlässliche und konfliktsensible Informationen sind in dieser Lage lebenswichtig. Deswegen ist das Cross-Border Network ein ausgezeichnetes Projekt", so der deutsche Außenminister.

Gabriel besuchte im Rahmen einer Reise nach Uganda am 9. August das Rhino Camp, eine der größten Flüchtlingssiedlungen Ugandas, und traf dort u.a. die Koordinatoren des "Cross-Border Networks" (CBN). Zu diesem grenzübergreifenden Radionetzwerk haben sich 19 Radiosender aus der Grenzregion Südsudan und Uganda zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Verlässlich informieren, gegen Gerüchte und Falschmeldungen vorgehen und Vorurteile abbauen. Die Sender erreichen nicht nur ugandische Zuhörer, sondern auch Menschen aus dem Südsudan, die nach Uganda geflohen sind oder weiterhin in dem vom Konflikt geprägten Land leben.  

„Uganda unterstützen“

"Uganda leistet etwas ganz Besonderes - es ist ein kleines und armes Land, das jedoch seine Grenzen für Flüchtlinge offen hält. Verfolgte aus dem Südsudan können sich in Uganda ansiedeln und arbeiten. Deutschland und die Welt sollten Uganda in seinen Bemühungen, geflüchteten Menschen Schutz zu gewähren, tatkräftig unterstützen", zog Minister Gabriel Bilanz. 

Im Südsudan herrscht seit 2013 ein bewaffneter Konflikt. Knapp vier Millionen Menschen wurden zur Flucht gezwungen, knapp eine Million davon allein ins Nachbarland Uganda. Für sie sind Nachrichten aus der Heimat besonders wichtig. 

Das Radionetzwerk entstand im Juni 2017 auf Initiative der DW Akademie. Die angeschlossenen Redaktionen stellen Sendezeiten bereit, Journalisten produzieren gemeinsam Sendungen für Einheimische und Geflüchtete. Unter anderem berichten südsudanesische Exiljournalisten als Mobile Reporter aus den Flüchtlingslagern in Uganda. 

Beitrag zum gegenseitigen Verständnis 

Sheila Mysorekar, Ländermanagerin für den Südsudan der DW Akademie, erklärt zu dem Projekt:  "Verlässliche Informationen zur Situation im Südsudan sind in Uganda nur schwer zu bekommen. – diese sind für die Menschen in den Flüchtlingssiedlungen jedoch sehr wichtig. Mit Hilfe des Cross-Border Networks können Radios auf beiden Seiten der Grenze korrekte und konfliktsensible Informationen verbreiten. Dies ist eine große Chance, die angespannte Lage zu deeskalieren und Verständnis im Aufnahmeland zu fördern."

Durch den Zusammenschluss der Sender können bis zu sieben Millionen Menschen in der Grenzregion erreicht werden. Im Südsudan ist das Radio die wichtigste Informationsquelle: 73 Prozent der rund zehn Millionen Südsudanesen können nicht lesen und schreiben und beziehen ihre Informationen vor allem aus dem Radio. 

Die DW Akademie ist in Uganda mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aktiv.