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Wissen & Umwelt

UFOs: Die Wahrheit online?

Ein Blogger und UFO-Fan hat fast 130.000 Aufnahmen mit nicht identifizierten Flugobjekten öffentlich zugänglich gemacht. Wir werfen einen Blick darauf und fragen uns: Kann das wirklich alles nur Einbildung sein?

Angebliches UFO über Omaha, Nebraska, April 15, 1965 (Foto: USAF)

Wenn Sie sich jemals gefragt haben, ob außerirdischs Leben existiert, können Sie hier der Wahrheit vielleicht einen Schritt näher kommen. Genauer: im Internet, unter

The Black Vault

. Der Blogger und UFO-Forscher John Greenewald hat hier fast 130.000 Seiten öffentlich in einer Datenbank zur Verfügung gestellt.

Bis dato stand die Sammlung nur im Nationalarchiv in Washington zur Verfügung - und einige Seiten waren gar nicht öffentlich zugänglich. Auf Anfrage erhielt Greenewald jedoch Zugang zu den Exemplaren.

Die Luftwaffe der USA, die US Air Force (USAF), hatte einst sogar ein spezielle Ermittlerteam, "Project Blue Book", damit beauftragt, Aufnahmen von nicht identifizierten Flugobjekten (UFOs) wissenschaftlich zu analysieren und festzustellen, ob sie eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen könnten.

Zwischen 1947 und 1969 wurden so mehr als 12.000 Augenzeugenberichte von UFOs analysiert, die Bürger und Piloten gemeldet hatten. Für die Mehrheit fand das Spezialteam am Ende eine rationale Erklärung, allerdings nicht für alle. Rund

700 der Vorfälle blieben ungeklärt

. Trotzdem wurde das Projekt ohne endgültige Beweise für oder gegen außerirdisches Leben für beendet erklärt.

Mit der Veröffentlichung dieser Dokumente kann sich jetzt jeder sein eigenes Bild machen. Wir haben einige der mysteriösesten Bilder in der Datenbank ausfindig gemacht:

Dieses Bild stammt vom "Lubbock-Lichter"-Vorfall, benannt nach dem Ort in Texas, wo das Geschehen stattfand. Über zwei Monate wurde die Begebenheit 1951 verfolgt. Seitdem gilt sie als einer der ersten großen UFO-Fälle in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die USAF kam zu dem Schluss, dass Vögel Schuld an den rätselhaften Lichtern am Himmel sein mussten, durch die die Straßenbeleuchtung während ihres Formationsflugs reflektiert wurde.

So war es bei vielen Fällen. Die meisten Augenzeugenberichte, die zunächst als UFO identifiziert worden waren, entpuppten sich später als Naturphänomene. Oftmals war schlichtweg das Wetter verantwortlich.

Auf diesem Foto, entstanden in Neuseeland im Winter 1951, ist tief am Himmel eine linsenförmige Wolke sichtbar. Solche Wolken - die meist über Bergen auftauchen - werden immer wieder für UFOs gehalten. Tatsächlich sind es aber Winde, die in höheren Atmosphären für die linsenförmige Form der Wolken sorgen.

Könnte diese rätselhaften Licht - umgeben von scheinbar fliegen Schirmen - ein Zeichen für außerirdisches Leben sein? Auf Nachfrage der DW sagte der UFO-Forscher Andrew Hennessey, das Bild könnte auch "Flugzeuglandelichter, die Venus oder Militärflugzeuge zeigen."

Vom Licht her könnte es auch der Stern Arcturus sein. Aber die Schwierigkeit, das genau anhand dieses einen Fotos auszumachen, hinterlässt einen geheimnisvollen Beigeschmack.

Bei einigen Bilder, scheint es einfach die Phantasie des Menschen zu sein, die ihm bei solchen Erscheinungen wohl einen Streich spielt, wie bei diesem scheinbaren U-Boot-Ausschnitt, der über dem Weißen Haus schwebt. "Das sieht aus wie ein Fake, und entspricht etwa der Form, die man sich in den 1950er unter einem UFO vorstellte", so Hennessey.

Und obwohl Hennessey sagt, dass viele UFO-Aufzeichnungen sich als Naturphänomen oder Fake entpuppen, könnte man nicht jeden Fall unserer Phantasie zuschreiben. "Es gibt zu viele Einträge, um zu sagen, dass es bloß ein psychologisches Phänomen ist", sagt Hennessey. "Die Erklärungen sind nicht immer einfach."

Dieser Auszug aus der berühmten Hottel-Notiz (oben) stammt nicht aus der Bibliothek der USAF, sondern vom FBI. Guy Hottel war Spezialagent beim Washington Field Office. Seine Aufzeichnung zählt zu den beliebtesten der öffentlichen Dokumente des FBI und ist online verfügbar. Bisher wurde sie fast eine Million mal geklickt.

Paranormal-Liebhaber sehen seine Notiz es als sicheren Beweis für die Existenz von außerirdischem Leben. Berichtet wird über fliegende Untertassen und zierliche, menschenähnliche Körper, die 1950 in New Mexiko gesehen worden sein sollen, der sogenannte Roswell-Vorfall. Dieser gilt als einer der bekanntesten - und für manche auch geklärten - UFO-Vorfälle. "Die Hottel-Notiz stimmt mit den archäologischen, menschlichen Beweisen von vor Tausenden von Jahren über nicht-menschliche Wesen und ihre angeblichen Technologien überein", so Hennessey.

Aber Hennessey sagt, dass das Project Blue Book "wohl eher gute Öffentlichkeitsarbeit und keine ernsthafte wissenschaftliche Untersuchung" war. "Vielleicht wurde auch nur versucht, die Entwicklungen exotischer Technologien zu vertuschen. Denn daran war das Militär ja auch beteiligt", sagt Hennessey. Oder sie wollten verheimlichen, dass sie wirklich Aliens nachgewiesen haben, fügt er hinzu.

Also sind wir vielleicht nicht allein im Universum? "Das steht außer Zweifel", so Hennessey: "Ich habe Beweisbilder."

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