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Sport

UEFA entscheidet sich für Osteuropa

Die Fußball-Europameisterschaft 2012 wird in Polen und der Ukraine stattfinden. Der für die Gastgeberrolle favorisierte Verband in Italien ging leer aus.

Jubelnde Fußball-Fans in Warschau, Quelle: AP

Große Freude bei Fußball-Fans in Warschau

Die zwölf stimmberechtigten Mitglieder des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union (UEFA) entschieden sich am Mittwoch (18.4.07) in Cardiff gegen den Skandal geplagten Favoriten Italien sowie die Gemeinschafts-Bewerbung von Kroatien und Ungarn. Nach den Ausrichtern Belgien/Niederlande 2000 und Österreich/Schweiz, die 2008 den EM-Titelkampf ausrichten werden erhielt damit zum dritten Mal eine Zwei-Länder-Bewerbung den Zuschlag.

Mit ausschlaggebend für Polen und die Ukraine dürfte die glanzvolle letzte Präsentation gewesen sein. Mit den Präsidenten Viktor Juschtschenko (Ukraine) und Lech Kaczynski (Polen), Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko oder den Fußball-Assen Andrej Schewtschenko und Jerzy Dudek hatten sie das größte Star-Aufgebot nach Cardiff geschickt.

Als Spielorte sind in der Ukraine Donezk, Kiew, Dnepropetrowsk und Lwiw vorgesehen, in Polen Danzig, Krakau, Warschau, Breslau, Chorzow und Posen. Da das UEFA-Vorhaben, die EM-Endrunde 2012 von 16 auf 24 Mannschaften aufzustocken, vertagt wurde, wird es keine zusätzlichen organisatorischen Herausforderungen und wieder 31 Spiele geben.

Nicht jeder freut sich

Juschtschenko hat eine Austragung der Fußball-EM in Polen und seinem Heimatland auf "höchstem Niveau" versprochen. Ukrainern und Polen biete sich die einmalige Gelegenheit, Millionen von Fußballfans die Schönheit ihrer historischen Städte zu präsentieren und die Gäste mit der sprichwörtlichen Gastfreundschaft zu empfangen.

Mit Wut und Enttäuschung haben ungarische Sportfunktionäre und Politiker auf die Entscheidung reagiert. "Mafiosi!", rief ein Mitglied der ungarischen Delegation in Cardiff, berichtete die ungarische Internet-Zeitung "Index". Ungarn hatte sich zusammen mit Kroatien beworben. "Wir müssen unsere Seele jetzt ein wenig pflegen, ein wenig trauern, dann aber weitergehen", sagte Ungarns Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany, der wegen der Entscheidung nach Cardiff gereist war. Ungarn werde sich bei nächster Gelegenheit erneut als Austragungsort für die Fußball-EM bewerben. (kas)