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Aktuell Europa

Uber-Manager in Paris festgenommen

Zwei Verantwortliche des umstrittenen Fahrdienstvermittlers Uber sind in Frankreich festgenommen worden. "Illegale Organisation" eines Vermittlungssystems lautet der Vorwurf.

Im Zuge von Justiz-Ermittlungen zur umstrittenen Fahrdienst-App UberPop sind die beiden Chefs von Uber Frankreich in Polizeigewahrsam genommen worden. Die Kriminalpolizei verhörte die beiden Manager in Paris, wie Justizvertreter und ein Unternehmenssprecher sagten.

Die Aktion stehe im Zusammenhang mit einem Verfahren wegen illegaler Beschäftigung, hieß es bei der Staatsanwaltschaft in Paris. Die Staatsanwaltschaft hatte Ende vergangenen Jahres Ermittlungen gegen Uber Frankreich eingeleitet. Nachgegangen wird dem Verdacht der "illegalen Organisation" eines Systems, das Fahrgäste mit Autofahrern in Kontakt bringt.

Streit um UberPop

Umstritten ist vor allem das Angebot UberPop, mit dem sich Privatleute ohne Taxi-Lizenz mit ihren Autos als Fahrer anbieten können. UberPop-Fahrer verlangen in der Regel deutlich weniger Geld als Taxis, zahlen aber auch keine Steuern und Sozialabgaben. Dies ist in Frankreich illegal, trotzdem sind Wagen unterwegs. Im Zuge der Ermittlungen wurde im März der Frankreich-Sitz von Uber durchsucht.

Bei ihren Protesten gegen Uber ließen einige Taxifahrer ihrem Ärger freien Lauf (Foto: dpa)

Bei ihren Protesten gegen Uber ließen einige Taxifahrer ihrem Ärger freien Lauf

Die US-Firma Uber verweist darauf, dass der Rechtsstreit über das erst im Herbst beschlossene Verbot noch laufe. Das Gesetz verbietet es in Frankreich, Fahrgäste an nicht-professionelle Fahrer zu vermitteln, wie es bei UberPop geschieht.

Taxifahrer sehen in den Uber-Fahrern eine unlautere Konkurrenz. Erst vergangene Woche waren Proteste von Taxifahrern gegen den Fahrdienstanbieter in Frankreich in Gewalt umgeschlagen.

Auch in Deutschland streiten Taxiverbände erbittert gegen Uber. Der Dienst UberPop wurde in Deutschland für rechtswidrig erklärt. Das Angebot UberX mit lizenzierten Chauffeurdiensten ist in beiden Ländern weiterhin zugelassen.

stu/sc (afp, dpa)

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