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Wirtschaft

Uber macht Nokia ein Angebot

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia will seinen Kartendienst "Here" verkaufen um die Übernahme von Alcatel-Lucent zu finanzieren. Medien berichten, nun sei ein Interessent aus den USA auf den Plan getreten.

Der umstrittene US-amerikanische Fahrdienst-Anbieter Uber will das Kartengeschäft von Nokia kaufen. Uber biete drei Milliarden Dollar, meldete die "New York Times". Ebenfalls im Rennen sei ein Konsortium, das aus den deutschen Autoherstellern BMW, Audi und Mercedes-Benz besteht. Diese hätten sich mit der chinesischen Suchmaschine Baidu zusammengetan. Auch ein Finanzinvestor habe eine Offerte abgegeben.

Nokia hatte Mitte April angekündigt, es prüfe die "strategischen Optionen" für seinen Kartendienst. Endgültig entschieden ist aber noch nichts. "Here" mit Sitz in Berlin ist einer der großen Konkurrenten von Google Maps. Eine Entscheidung könnte bis Ende Mai fallen, schrieb die "New York Times".

Mit drei Milliarden gut im Rennen

Bei einem Uber-Gebot von drei Milliarden Dollar könnte der Kaufpreis in der Nähe von Nokias Vorstellungen liegen. Umgerechnet würde das etwa 2,67 Milliarden Euro entsprechen - und der finnische Konzern strebt bis zu drei Milliarden Euro an, so der Finanzdienst Bloomberg. Facebook wurde bereits ebenfalls als möglicher Käufer genannt. Zudem soll Nokia auch Apple angesprochen haben.

Nokia hatte sich nach dem Verkauf seiner Handy-Sparte an Microsoft vor allem auf das Geschäft mit Ausrüstung für Telekommunikations-Netze konzentriert. Der Kartendienst ist das zweite, wenn auch deutlich kleinere Standbein. Jetzt will Nokia mit der Milliarden-Übernahme des Konkurrenten Alcatel-Lucent zum weltgrößten Netzwerk-Ausrüster werden - und den Zukauf auch durch den Verkauf von Here finanzieren.

dk/iw (rtr/dpa/afp)