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U21-Europameisterschaft in Polen

U21 sieht Zeit für den EM-Titel gekommen

Die DFB-Junioren greifen bei der Europameisterschaft in Polen nach dem Titel. Im Finale steht allerdings mit Spanien der Top-Favorit des Turniers im Weg. Das Rezept: "Deutsche Härte".

"Wir müssen dreckig spielen", sagt selbst Filigran-Techniker Max Meyer, der Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft, vor dem Finale der Europameisterschaft am Freitag in Krakau gegen den Top-Favoriten Spanien (Anstoß 20.45 Uhr MESZ, im DW-Liveticker ab 20.30 Uhr): "Direkt mit kleinen Fouls oder kleinen Nickeligkeiten anfangen, damit die Spanier den Spaß verlieren am Fußball." Torwart Julian Pollersbeck, Elfmeterheld im Halbfinale gegen England, stößt ins gleiche Horn: "Dem einen oder anderen mal richtig den Ofen heiß machen, das mögen die nicht. Ein Tick deutsche Härte würde dem einen oder anderen bestimmt den Zahn ziehen. Zeigen wir mal den Spaniern, wie man im Finale spielt."

Mit Stars gespickt

U 21 Spanien v Italien 2017 UEFA European (picture alliance/dpa/ZUMAPRESS.com)

Dreierpack im Halbfinale gegen Italien: Saul Niguez

Die letzte Hürde für die Mannschaft von DFB-Trainer Stefan Kuntz ist hoch. Während einige deutsche U21-Stammspieler derzeit unter Bundestrainer Joachim Löw im Confed Cup in Russland spielen, ist die Mannschaft Spaniens mit Stars wie Champions-League-Sieger Marco Asensio von Real Madrid oder dem fünffachen Turniertorschützen Saul Niguez von Atletico Madrid gespickt. Ihre bisherigen vier Gegner bei dem Turnier haben sie beherrscht. "Wenn man die Namen sieht, die Klubs, die Erfahrung - das ist schon ein toller Endspielgegner," sagt Kuntz. "Wenn wir sie zu sehr machen lassen, werden sie mit uns 'Such's  Balli' spielen."

EM-Triumph von 2009 als Ansporn

Torwart Pollersbeck, der in der nächsten Saison für den Bundesligisten Hamburger SV zwischen den Pfosten stehen wird, bemüht sogar den Fußballgott. "Wenn der da oben sagt: Deutschland, diesmal seid ihr dran, dann sind wir dran," meint der 22-Jährige. "Jeder hat Bock. Hauptsache, wir holen das Ding. Wie, ist mir egal." Erst zum dritten Mal steht eine deutsche U21-Auswahl in einem EM-Finale. Den bislang einzigen Titel gab es 2009 in Schweden mit sechs späteren Weltmeistern, darunter Manuel Neuer, Mesut Özil, und Jerome Boateng. "Wir wissen alle, was die Jungs von 2009 für einen Weg gegangen sind", sagt Stürmer Davie Selke. "Das ist Ansporn genug." Auch DFB-Sportdirektor Horst Hrubesch setzt auf den Nachahmer-Effekt: "Wir brauchen nur zurückschauen auf 2009, was der Titelgewinn damals ausgemacht hat für diese Spieler. Wenn du in deinem Jahrgang Europameister wirst, dann hast du etwas geleistet, was wenige in ihrer Karriere schaffen."

Die deutschen U21-Europameister von 2009. Foto: Imago

Erst U21-Europameister, später Weltmeister: Höwedes, Hummels, Özil, Neuer, Khedira, Boateng (v.l.)

Die voraussichtliche Aufstellung des deutschen U21-Teams: Pollersbeck (1. FC Kaiserslautern) - Toljan (1899 Hoffenheim), Stark (Hertha BSC), Kempf (SC Freiburg), Gerhardt (VfL Wolfsburg) - Arnold (VfL Wolfsburg), Dahoud (Borussia Mönchengladbach) - Philipp (SC Freiburg), Meyer (Schalke 04), Gnabry (Werder Bremen) - Selke (RB Leipzig).

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