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Kultur

U2 siegt - Mariah enttäuscht

In Los Angeles wurden in der Nacht zum 48. Mal die Grammys verliehen. Es gab einige Überraschungen und den schönsten Trostspruch der Saison.

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Bono: Es gehe ihm darum, "etwas mehr als Unterhaltung" zu bieten.

Die vor 30 Jahren gegründete Band U2 ist der große Gewinner der diesjährigen Grammy-Verleihung. Die Iren gewannen in der Nacht zum Donnerstag (9.2.2006) in Los Angeles fünf der wichtigsten US-Musikpreise, darunter in Hauptkategorien. Während "How To Dismantle An Atomic Bomb" zum Album und Rockalbum des Jahres gekürt wurde, gewann "Sometimes You Can't Make It On Your Own" in der Kategorie Song des Jahres. "Das ist wirklich ein großer, großer Abend für unsere Band", sagte Leadsänger Bono.

Grammy Awards Mariah Carey

Trotz einmaliger Lockenpracht nur zweitklassig

Enttäuschend verlief die Gala dagegen für die beiden großen Favoriten Mariah Carey und Kanye West. Die acht Mal nominierte Carey gewann zwar drei Grammys, aber alle in eher zweitrangigen Kategorien.

"Du singst wie ein Engel"

So ging der Grammy für die beste Popsängerin an Kelly Clarkson, Gewinnerin der ersten Staffel von "American Idol", der US-Variante von "Deutschland sucht den Superstar". Mit "Breakaway" sicherte sich Clarkson auch den Grammy für das beste Popalbum. "Ich danke Jesus, Gott und allen, die mir geholfen haben", sagte sie.

Carey bekam von Bono einige aufmunternde Worte mit auf den Weg: "Du singst wie ein Engel."

Auch der Rapper Kanye West ging enttäuscht nach Hause. Zwar gewann er zwei Grammys in der Rap-Sparte, doch mit acht Nominierungen hatte er auf mehr gehofft. So verlor er in der Kategorie "Aufnahme/Single des Jahres" gegen die Punkrock-Band Green Day ("Boulevard Of Broken Dreams"). West hatte zuvor mehrmals erklärt, in dieser Kategorie könne nur sein Lied siegen. Der von ihm entdeckte John Legend wurde zum Nachwuchskünstler des Jahres ausgerufen.

Zwei deutsche Gewinner

In der Kategorie für den besten Metal-Rock hatte die deutsche Gruppe Rammstein mit "Mein Teil" das Nachsehen gegenüber Slipknot mit "Before I Forget". Auch die Band Kraftwerk konnte sich beim besten Dance-Album nicht durchsetzen. Der zwei Mal nominierte deutsche Komponist Chris Walden ging ebenfalls leer aus. Dafür hatten deutsche Künstler in Klassik-Kategorien Erfolg. Mit je einem Grammy ausgezeichnet wurden das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BR) unter seinem Chefdirigenten Mariss Jansons und der Bass-Bariton Thomas Quasthoff.

Für Quasthoff ist der Preis in der Sparte "Klassischer Gesang" bereits der dritte Grammy-Sieg. Er wurde ihm in Anerkennung einer Aufnahme von Bach-Kantaten zuerkannt, bei der ihn Mitglieder des Rias-Kammerchors und der Berliner Barock-Solisten begleiteten. (kas)