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Aktuell Asien

U-Bahn-Zusammenstoß in Südkorea

Während Bergungsmannschaften noch nach vermissten Insassen der untergegangenen Fähre suchen, wird ein neues Unglück aus Südkorea gemeldet. Zwei U-Bahn-Züge sind in Seoul zusammengestoßen.

Nach Medienberichten sind etwa 170 Menschen beim Zusammenprall der beiden Bahnen verletzt worden. Einer der Züge sei an einer Station im Osten von Seoul auf einen stehenden Zug aufgefahren, wie südkoreanische Sender berichteten. Zahlreiche Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. Wie es zunächst hieß, gab es keine Schwerverletzten.

Der erste Zug sei vermutlich wegen mechanischer Probleme stehengeblieben. Ob die nachfolgende U-Bahn gewarnt worden war, blieb zunächst offen. Ein Augenzeuge sagte, er habe Blut auf dem Boden eines Waggons gesehen. Die meisten Verletzten habe es gegeben, als Fahrgäste aus dem stehengebliebenen Zug auf die Gleise gesprungen seien.

Die Unglücksmeldung kommt zu einem Zeitpunkt, da Bergungsmannschaften vor der Südwestküste des Landes noch immer nach vermissten Insassen der vor über zwei Wochen untergangenen Fähre "Sewol" suchen. Das Schiff war am 16. April mit 476 Menschen an Bord gekentert. Bisher wurden mehr als 220 Todesopfer geborgen. Über 70 Menschen werden noch vermisst. Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye hatte sich nach dem Unglück für fehlerhaftes Krisenmanagement entschuldigt. Ministerpräsident Chung Hong Won hatte seinen Rücktritt erklärt.

jj/nis (dpa, rtr)