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Kultur

TV-Doku zeigt begleiteten Selbstmord

In Großbritannien wird zum ersten Mal die begleitete Selbsttötung eines Menschen im Fernsehen zu sehen sein. Die Dokumentation "Recht zu Sterben" zeigt die letzten Stunden des Universitätsprofessors Craig Ewert.

Ansicht des Sterbezimmers der Sterbehilfeorganisation Dignitas in Zürich (Quelle: DPA)

Ansicht des Sterbezimmers der Sterbehilfeorganisation Dignitas in Zürich

Der unheilbar kranke 59-jährige frühere Universitätsprofessor Craig Ewert hatte sich im September 2006 mit Unterstützung der umstrittenen Sterbehilfeorganisation Dignitas aus der Schweiz für die begleitete Selbsttötung in einer Dignitas-Klinik in Zürich entschieden. Nach Einnahme einer tödlichen Dosis Schlafmittel über einen Strohhalm hatte Ewert nach 45 Minuten sein Beatmungsgerät selbst mit Hilfe einer Zeitschaltuhr abgeschaltet. Der Sterbevorgang fand vor laufender Kamera im Beisein der Ehefrau Ewerts statt.

In der Dokumentation "Recht zu Sterben“ sollen am Mittwoch (10.12.2008) um 21 Uhr im britischen Fernseh-Kanal Sky Real Lives die letzten Stunden und das Sterben Ewerts gezeigt werden.

Kritik von Medienwächtern

Bei der Ausstrahlung der Dokumentation von Oscar-Preisträger John Zaritsky zur besten Sendezeit wird mit einem Millionenpublikum gerechnet.

Medienexperten befürchten, dass der Film andere Leidtragende zu gleichen Schritten veranlassen könnte. Dagegen verteidigen sowohl die Ehefrau des Selbstmörders als auch der Sender selbst die Ausstrahlung als wichtiges Beispiel für die Entscheidungsfreiheit eines einzelnen Menschen. (ac)

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