Turnerin Douglas nächstes Missbrauchsopfer | Sport-News | DW | 22.11.2017
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Sexueller Missbrauch im Sport

Turnerin Douglas nächstes Missbrauchsopfer

Der Missbrauchsskandal im US-Turnverband zieht weitere Kreise: Mit Gabrielle Douglas meldet sich das nächste prominente Opfer. Die dreifache Olympiasiegerin entschuldigt sich gleichzeitig bei einer Teamkollegin.

Die dreimalige Turn-Olympiasiegerin Gabrielle "Gabby" Douglas hat sich als nächstes Opfer im Missbrauchsskandal des US-Verbandes an die Öffentlichkeit gewagt. Ein Sprecher der 21-Jährigen bestätigte der Tageszeitung "USA Today", dass Douglas vom ehemaligen Teamarzt Larry Nassar sexuell missbraucht wurde.

Als Grund für ihr bisheriges Schweigen nannte sie die Tatsache, dass sie zu einer Gruppe gehörte, die auf "Stillschweigen trainiert war".  Douglas ist nicht die erste bekannte US-Turnerin, die öffentlich bestätigt hat, von Nassar missbraucht worden zu sein. Ihre Teamkollegin Alexandra Raisman hatte über ihren Missbrauch in ihrer kürzlich veröffentlichten Autobiografie geschrieben. McKayla Maroney machte ihren Missbrauch im Oktober öffentlich.

Entschuldigung bei der Teamkollegin

Douglas gewann bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London im Mannschafts- und im Einzelmehrkampf die Goldmedaille. Sie war die erste Afroamerikanerin, der das gelang. 2016 in Rio de Janeiro wiederholte sie den Olympiasieg im Mehrkampf mit der Mannschaft.

UK US-Turn-Olympiasiegerin Gabrielle Douglas (picture-alliance/AP Photo/G. Bull)

Größter Erfolg der Turnkarriere: Gabrielle Douglas wird 2012 Olympiasiegerin im Einzelmehrkampf

Der 54-jährige Nassar war nach fast zwei Jahrzehnten als Team-Arzt des US-Turnverbandes im Jahr 2015 entlassen worden. Gegen den Arzt, der in Untersuchungshaft sitzt, wurde schon im vergangenen Jahr Anklage erhoben. Laut der Agentur AP drohen ihm bei einem Schuldgeständnis mindestens 25 Jahre Haft.

Douglas entschuldigte sich außerdem für Äußerungen, die ihrer Teamkollegin Raisman eine Mitschuld an den Übergriffen zugeschrieben hatten. Douglas hatte via Twitter kommentiert: "Ein provokanter/sexueller Kleidungsstil spricht die falsche Gruppe an." Der Tweet sorgte für reichlich Kritik und wurde nach kurzer Zeit gelöscht.

asz/ck (dpa, sid)

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