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Kunst

Turner-Prize: Deutsche Künstlerin nominiert

Die gebürtige Stuttgarterin Andrea Büttner hat es in die Endauswahl des renommierten britischen Kunstpreises geschafft. Der Turner-Prize gilt als wichtigste Auszeichnung für moderne Kunst im Vereinigten Königreich.

Installation von Andrea Büttner in der David Kordansky Gallery, Los Angeles (Andrea Büttner/VG Bild-Kunst, Bonn 2017)

Eine Installation von Andrea Büttner in der David Kordansky Gallery, Los Angeles

Der Fotokünstler Wolfgang Tillmans und die Malerin Tomma Abts sind bisher die einzigen Deutschen, die den Turner-Prize gewinnen konnten. Nun hat es die gebürtige Stuttgarterin Andrea Büttner in die Endauswahl der diesjährigen Preisverleihung geschafft. Mit ihrem Portfolio an Skulpturen, Gemälden und Filmen, mit denen sie die Grenzen des Körpers thematisiert, konnte die 45-Jährige die internationale Jury überzeugen. Nach dem Studium in Berlin promovierte sie am Londoner Royal College of Art. Mittlerweile lebt und arbeitet sie in London und Frankfurt am Main.

Organisatoren heben Altersgrenze für Preisträger auf

Neben Büttner nominierte die Jury Hurvin Anderson und Lubaina Himid. Dies ist ungewöhnlich, da beide Künstler über 50 Jahre alt sind. Bis zum vergangenen Jahr galt die Altersgrenze von 50 Jahren. Die Organisatoren änderten diese Regelung für den diesjährigen Wettbewerb, um auch die Leistung von Künstlern zu würdigen, die erst spät ihren Durchbruch schaffen. Die vierte Kandidatin auf der Shortlist ist die Filmkünstlerin Rosalind Nashashibi, wie die Jury am Mittwoch mitteilte.

Der 1984 ins Leben gerufene und nach dem britischen Maler William Turner (1775-1851) benannte Preis gilt als wichtigste britische Auszeichnung für zeitgenössische Kunst. Geehrt werden Künstler, die in Großbritannien geboren wurden, dort leben oder arbeiten. Der Preisträger erhält 25.000 Pfund (knapp 30.000 Euro).

sf/rey (dpa)

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