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Kunst

Turner-Preis: Auszeichnung für Andrea Büttner?

Auf die Shortlist der renommierten Auszeichnung für moderne Kunst hat sie es schon mal geschafft. Ob Andrea Büttner den Turner-Preis am Ende auch mit nach Hause nehmen darf, entscheidet sich am Dienstagabend in Hull.

Der Fotokünstler Wolfgang Tillmans und die Malerin Tomma Abts sind bisher die einzigen Deutschen, die den Turner-Preis gewinnen konnten. Am Dienstagabend jedoch (05.12.2017) könnte eine deutsche Preisträgerin hinzukommen, denn unter den vier Nominierten befindet sich in diesem Jahr auch die in Stuttgart geborene Künstlerin Andrea Büttner.

Poträt der Künstlerin Andrea Büttner (picture alliance/dpa/T. Grcic)

Künstlerin Andrea Büttner hat erstmals Chancen auf den Turner-Preis

Bereits im Mai hatte sie die internationale Jury mit ihrem Portfolio an Skulpturen, Gemälden und Filmen, die die Grenzen des Körpers thematisieren, überzeugt.

Büttners Arbeiten umfassen Drucke, Radierungen und Gemälde, in denen es unter anderem um das Thema "Scham und Verlegenheit" geht. Sie studierte an der Universität der Künste Berlin Bildende Kunst, sowie Kunstgeschichte und Philosophie. 2014 illustrierte sie Kants "Kritik der reinen Vernunft", indem sie sich fragte, welche Bilder Kant beim Schreiben vor Augen gehabt haben könnte. Nach ihrem Studium in Deutschland promovierte sie am Londoner Royal College of Art. Mittlerweile lebt und arbeitet die 1972 geborene Künstlerin in London und Berlin.

Erstmals Altersgrenze aufgehoben

Künstler Hurvin Anderson steht neben einem seiner Gemälde, das vor allem in Grün gehalten ist. (Foto: imago/ZUMA Press)

2016 präsentierte Hurvin Anderson seine großformatigen Gemälde in Toronto

Neben Andrea Büttner nominierte die Jury Hurvin Anderson und Lubaina Himid. Dies ist ungewöhnlich, da beide Künstler über 50 Jahre alt sind. Bis zum vergangenen Jahr galt für den Turner-Preis eine Altersgrenze von 50 Jahren. Die Organisatoren änderten diese Regelung für den diesjährigen Wettbewerb, um auch die Leistung von Künstlern zu würdigen, die erst spät ihren Durchbruch schafften. Die vierte Kandidatin auf der Shortlist ist die britische Filmkünstlerin Rosalind Nashashibi. 

Ausstellung präsentiert Werke der Preisanwärter

Der Brite Anderson widmet sich in seiner Malerei den Themen Identität und Zugehörigkeit, die aus Sansibar stammende Himid verhandelt in Gemälden, Grafiken und Installationen den Einfluss schwarzer Einwanderer auf die westliche Kultur. Nashashibi setzt sich mit von Menschen besetzten Räumen auseinander und nimmt dabei den Kleingarten ebenso in den Fokus wie den Gaza-Streifen.

Porträtfoto der Künstlerin Rosalind Nashashibi vor einer Werbewand. (Getty Images/T. Wargo)

Auch die Künstlerin Rosalind Nashashibi macht sich Hoffnung auf die begehrte Auszeichnung

In einer Ausstellung zum Turner-Preis sind noch bis zum 7. Januar 2018 Arbeiten der Nominierten in der diesjährigen britischen Kulturhauptstadt Kingston upon Hull im Norden Englands zu sehen. 

Der 1984 ins Leben gerufene und nach dem britischen Maler William Turner (1775-1851) benannte Preis gilt als wichtigste britische Auszeichnung für zeitgenössische Kunst. Geehrt werden Künstler, die in Großbritannien geboren wurden, dort leben oder arbeiten. Der Preisträger, der am späten Dienstagabend in Hull bekanntgegeben wird, erhält 25.000 Pfund (etwa 28.000 Euro).

sf/bb/so (dpa)

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