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Fokus Osteuropa

Turkmenistan: Ein Mercedes als Geschenk

Mercedes ist die Lieblings-Automarke des turkmenischen Präsidenten, der nun erfolgreiche Minister und Gouverneure mit einem Auto belohnen will. Zwischen DaimlerChrysler und Aschgabad besteht ein langfristiger Vertrag.

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Mercedes erobert seit zehn Jahren den turkmenischen Markt

Der turkmenische Präsident Saparmurat Nijasow hat versprochen, jedem Minister der Regierung des Landes und allen Gouverneuren einen Mercedes zu schenken. Anlass hierfür ist der 15. Jahrestag der Unabhängigkeit Turkmenistans, der im Oktober dieses Jahres begangen wird. Der Präsident versprach zugleich, dass die Chefs der Regionen einen weiteren Wagen erhalten sollen, falls sie die staatlichen Aufträge erfüllen und die Bauwollernte fristgerecht abschließen.

Immer mehr Mercedes-Autos in Turkmenistan

In den vergangenen Jahren hat die Anzahl von Autos der Marke Mercedes auf den Straßen Turkmenistans stark zugenommen. Vor zwei Jahren unterzeichneten die turkmenische Regierung und DaimlerChrysler einen Vertrag über langfristige Zusammenarbeit. Der Vertrag sieht jährliche Lieferungen verschiedener Automobile in den nächsten sieben Jahren vor. "Wegen der guten Qualität, des hohen Komforts und des modernen Designs hat sich Turkmenistan für eine langfristige Partnerschaft mit dem Automobilhersteller Mercedes entschieden", sagte damals Nijasow.

Große Mengen an Spezialfahrzeugen

Vor zwei Wochen wurden an das turkmenische Gesundheitsministerium 50 Krankenwagen der Marke Mercedes geliefert. Auf Anordnung des Staatsoberhaupts wurden die Fahrzeuge zwischen medizinischen Einrichtungen in der Hauptstadt und den Regionen des Landes aufgeteilt. Turkmenistan kauft bei DaimlerChrysler große Mengen an Spezialfahrzeugen, aber nicht nur für das Gesundheitsministerium. Gekauft werden auch Fahrzeuge für die kommunalen Dienste Aschgabads. Fahrzeuge der Marke Mercedes kehren auch die Straßen der Hauptstadt. Im Winter befreien sie diese vom Eis.

Kooperation seit 1996

Experten schätzen, dass sich der Wert des Vertrages zwischen Aschgabad und DaimlerChrysler auf mehrere Dutzend Millionen Dollar beläuft. Den Markt begann Mercedes 1996 zu erobern, als in Aschgabad eine Werkstatt für Mercedes-Fahrzeuge eröffnet wurde. Und 1997 schlug Nijasow während eines offiziellen Besuchs in Deutschland in einem Mercedes-Werk der Unternehmensführung vor, sich stärker auf dem turkmenischen Markt zu engagieren. Das Angebot wurde angenommen. Seitdem sind Mercedes-Autos in Turkmenistan sehr beliebt.

Geschenke für den Präsidenten

Es ist kein Geheimnis, dass Präsident Nijasow ein Auto-Liebhaber ist. In seiner Garage stehen Dutzende von Autos der teuersten Marken. Er bevorzugt aber Mercedes. Nijasow kann man oft selbst am Steuer seiner Autos sehen, die meist auf Sonderbestellung gebaut wurden. So erhielt der Präsident im Jahr 2000 vom Leiter der Aschgabader Vertretung von IP Consult Motors einen exklusiven Mercedes CL Coupé geschenkt, der speziell für ihn gebaut wurde. Das Unternehmen ist der offizielle Händler von DaimlerChrysler in Turkmenistan. Auch auf anderen Gebieten hilft das Automobilunternehmen finanziell: Die deutsche Übersetzung des Präsidenten-Buches "Ruchnama" wurde von DaimlerChrysler gesponsert.

DW-RADIO/Russisch, 7.8.2006, Fokus Ost-Südost