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Afrika

Tunesien: Young Media Summit

Blogger aus Nordafrika und Deutschland haben sich Ende November zum Young Media Summit in Tunis getroffen. Organisiert war das Treffen unter anderem von der DW-AKADEMIE.

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"Unsere Arbeit ist nicht vorbei, genauso wie die Revolution noch nicht vorbei ist. Wir können zeigen, wo Dinge noch nicht in die richtige Richtung gehen und Aufmerksamkeit schaffen", betonte der tunesischer Blogger Ramzi Bettaieb am Rande des Young Media Summit in Tunis. Gemeinsam mit dem tunesischen Kollektivblog Nawaat und Radio Kalima hatte die DW-AKADEMIE das dreitägige Treffen in der tunesischen Hauptstadt organisiert.

Der Einladung waren rund 30 junge Blogger aus Mauretanien, Marokko, Algerien, Tunesien und Deutschland gefolgt. Michael Tecklenburg, Stellvertretender Leiter Afrika der DW-AKADEMIE, betonte: "Jetzt ist der richtige Moment, nicht nur über die Zukunft der Medien, sondern auch über die Zukunft der Blogger zu diskutieren."

12.2011 YMS Kuebra Melissa

Auf dem Programm des Young Media Summits stand etwa eine Debatte mit dem Analysten Asiem El Dhifraoui von der deutschen Stiftung Wissenschaft und Politik über die Unterschiede der Blogosphären im Maghreb und in Deutschland. Außerdem besuchten die Gipfelteilnehmer auch wichtige Schauplätze der Revolution. Die tunesischen Blogger zeigten den ausländischen Gästen, wie und wo sie die Revolution in ihrem Heimatland erlebt hatten. "Im Moment sind die vielen Eindrücke noch kaum zu fassen", schrieb daraufhin die deutsche Bloggerin Eva Schulz in ihrem Blog "Hurra!".

Weitere Punkte des dichten Programms: In einem Workshop mit dem Berater Christian Baier sprachen die Teilnehmer darüber, wie sich Projekte finanzieren lassen und übten in einem Planspiel, wie Projektanträge gestellt werden. Außerdem sprachen auf einer Podiumsdiskussion Olivia Gré, Leiterin des neu eröffneten Büros von Reporter ohne Grenzen in Tunis, Ramzi Bettaieb vom Kollektivblog Nawaat und Asiem El Dhifraoui, Stiftung Wissenschaft und Politik, über Risiken und Gefahren für Blogger. Gré betonte, Blogger müssten genauso wie Journalisten geschützt werden.

Die franko-algerische Teilnehmerin Mélissa Rahmouni berichtet von der zunehmenden Zensur in Algerien, die viele Blogger in Gefahr bringe. Sie regte einen verstärkten Austausch mit tunesischen Bloggern an, damit diese ihre Kenntnisse über den Selbstschutz vor Überwachung weitergeben könnten.

Im Dezember veranstaltet die DW-AKADEMIE einen weiteren Workshop in Tunesien. Dort werden Blogger und Journalisten gemeinsam zu den Themen Ethik und Verantwortung im Internet arbeiten.

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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