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Afrika

Tunesien: Training für Radiojournalisten

Nach der Revolution in Tunesien hat die DW Akademie in der Hauptstadt Tunis erstmals ein Training zum Thema Wahlberichterstattung organisiert. Partner vor Ort war die Friedrich-Ebert-Stiftung.

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"Vielen Menschen gehen die Reformen in Tunesien nicht schnell genug", sagt Michael Tecklenburg. Der stellvertretende Leiter des Afrika-Teams der DW Akademie ist gerade von dort zurückgekehrt und erlebte vor Ort, wie sich die Situation im Land abermals zuspitzt. So sei es in Tunis Anfang Mai wieder zu Ausschreitungen gekommen, berichtet Tecklenburg. Der erfahrene Journalist hatte in Tunis ein zweiwöchiges Training für Radiojournalisten eröffnet – am Internationalen Tag der Pressefreiheit. Das Thema: Wahlberichterstattung.

05.2011 DW-AKADEMIE Medienentwicklung Afrika Tunesien Wahlberichterstattung 4

Journalisten von sieben Sendern haben daran teilgenommen – sowohl staatliche als auch private, aus Tunis und aus den ländlichen Gebieten des Landes. „Wir wollen auch in der Provinz Flagge zeigen und künftig zusätzlich in den Regionen tätig werden“. Denn dort, so Tecklenburg, bekämen die Journalisten kaum Unterstützung, obwohl ihre Rolle immer wichtiger werde. "Bislang wurden die Medien zentral aus der Hauptstadt gesteuert. Jetzt können sie unabhängig berichten", so sein Eindruck.

Ziel des Trainings der DW Akademie war es, Journalisten darauf vorzubereiten, ausgewogen über die Wahl, die Politiker und ihre Programme zu berichten. Damit wiederum sollen die Zuhörer in die Lage versetzt werden, am demokratischen Prozess teilnehmen zu können. Eingeladen dazu waren auch Politiker und Politikexperten. "Es ging uns auch um den Austausch und die gegenseitige Wahrnehmung“, so Tecklenburg. „Insgesamt soll das Projekt dazu beitragen, dass die Medien in Tunesien nicht nur die vierte Gewalt sind, sondern zur vierten Säule werden, die das Gebäude der Demokratie stützen".

Geleitet wurde der 14-tägige Workshop von zwei erfahrenen Trainern: der DW-Hörfunk-Journalistin Carine Debrabandère und dem ehemaligen ARD-Studioleiter in Rabat, Rüdiger Maack.

Inhaltlich, logistisch, finanziell und vor allem durch lokale Kompetenz wurde das Training durch die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Tunis unterstützt. "Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist in Tunesien sehr gut aufgestellt und vernetzt. Das hat uns besonders in dieser kritischen Situation enorm geholfen", so Tecklenburg.

Vor allem für die zukünftige Ausrichtung der DW Akademie-Projekte in Tunesien wird das entscheidend sein. Gemeinsam mit der FES sind weitere Maßnahmen geplant. Schwerpunkt wird die Rolle und die Zukunft des öffentlichen Rundfunks in der Demokratie sein.

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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